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Verbandsgemeinde für Fachmärkte

 Auf dem Gelände hinter dem Turbo-Kreisel könnten sich die Märkte ansiedeln. Foto: pma
Auf dem Gelände hinter dem Turbo-Kreisel könnten sich die Märkte ansiedeln. Foto: pma
Zweibrücken. "Es möchte doch niemand etwas auf Kosten der Stadt Zweibrücken umsetzen", betonte Verbandsbürgermeister Kurt Pirmann in der Ratssitzung der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land. Er warb in der Sitzung für die Ansiedlung von Fachmärkten auf der Truppacherhöhe am Zweibrücker Flughafen Von Merkur-Mitarbeiter Fritz Schäfer

Zweibrücken. "Es möchte doch niemand etwas auf Kosten der Stadt Zweibrücken umsetzen", betonte Verbandsbürgermeister Kurt Pirmann in der Ratssitzung der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land. Er warb in der Sitzung für die Ansiedlung von Fachmärkten auf der Truppacherhöhe am Zweibrücker Flughafen. Der Rat folgte mit Ausnahme von Manfred Nafziger (SPD) den Argumenten des Bürgermeisters und stimmte dem Vorschlag der Verwaltung zu.Nach Meinung Nafzigers sei die Entwicklung eine überregionale Verlagerung der Kaufkraft. Er enthielt sich. Der Beigeordnete Herbert Schmidt entgegnete, dass in der Vergangenheit Kaufkraft "abgezogen" worden sei. "Jetzt sollen wir an uns denken und die Chance nutzen, Kaufkraft zurückzugewinnen."

Für Pirmann wird mit der Ansiedlung das Konversionsprojekt Flugplatz Zweibrücken gefestigt. Durch die Entwicklung auf dem Flugplatz könnte es gelingen, "Zentralität herzustellen". Das sei eine Voraussetzung, um die Kaufkraft und damit auch die Arbeitsplätze und die Menschen in Zweibrücken und dem Umland zu halten. Er versteht zwar, dass umliegende Oberbürgermeister für ihre Stadt kämpfen. "Aber die müssen auch verstehen, dass wir für unsere Interessen eintreten." "Wir wären mit dem Klammersack gepudert, wenn wir Investoren, die hier Geld in die Hand nehmen wollen, nicht die Wege ebnen würden", sagte Reiner Hohn (FDP).

Die Ansiedlung auf der Truppacherhöhe wurde bei der Beratung über den Landesentwicklungsplan noch einmal angesprochen. Der Verbandsgemeinderat möchte, dass in dem Plan auf der Truppacherhöhe neben der industriell/gewerblichen Nutzung auch die Ansiedlung großflächigen Einzelhandels durch die Raumordnung ermöglicht wird. Der Rat sprach sich dagegen aus, das Gelände nördlich und östlich der K 84 am Gewerbegebiet Steitzhof als Vorranggebiet für den Biotopverbund aufgewiesen wird. "Das ist ein Kuckucksei", sagte Bürgermeister Pirmann. Denn diese Fläche werde "höchst intensiv" landwirtschaftlich genutzt. "Da ist kein Baum und kein Strauch. Tiere gibt es dort auch keine. Wenn das ein Biotopverbund ist, dann weiß ich auch nicht."



Klaus Schwarz (SPD) legte sein Ratsmandat nieder. Er bleibt aber weiter Beigeordneter der Verbandsgemeinde. Bernd Knerr aus Bechhofen rückt für die SPD in den Verbandsgemeinderat nach. "Es möchte niemand Zweibrücken schaden."

Bürgermeister

Kurt Pirmann