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Urteil: Yogalehrerin darf auch im Wohnhaus unterrichten

Trier. "Namaste" im Wohnhaus: Eine freiberufliche Yogalehrerin darf auch in einer reinen Wohngegend ihre Schüler im Haus unterrichten. Das hat das Verwaltungsgericht Trier jetzt in einem Eilverfahren entschieden (Az.: 5 L 2377/15.TR). Voraussetzung sei, dass die von den Yogis genutzte Fläche im Gebäude eindeutig "untergeordnet" sei.Mit dem Urteil gab das Gericht der Yogalehrerin Recht, die im Keller eines Wohnhauses Yoga-Unterricht anbietet - und gegen die der Kreis Bernkastel-Wittlich eine Nutzungsuntersagung ausgesprochen hatte. Agentur

Der Grund: Nachbarn hatten sich über die vielen Autos und "das Parkverhalten" der Yoga-Schüler beschwert. Der Kreis argumentierte, die Tätigkeit einer Yogalehrerin sei keine freiberufliche, sondern eine gewerbliche - und die sei im Wohngebiet unzulässig.

Das Trierer Gericht sah das anders. Selbstständiger Unterricht einer dafür qualifizierten Person sei sehr wohl eine freiberufliche Tätigkeit. Der von Kursteilnehmern verursachte Autoverkehr sei hinzunehmen. Zumal die Störungen nicht über der Zumutbarkeitsschwelle lägen.