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Und auf die Stirn kam ein Glückspunkt

 Bei der Übergabe des Mobils für ein Altenheim von links: Armin Weber, der Präsident des RC Erumely, Joseph Thomas, Ulrich Burgard, der Leiter des "Mercy Home" und zwei Rotarier des RC Erumely. Foto: rc
Bei der Übergabe des Mobils für ein Altenheim von links: Armin Weber, der Präsident des RC Erumely, Joseph Thomas, Ulrich Burgard, der Leiter des "Mercy Home" und zwei Rotarier des RC Erumely. Foto: rc
Zweibrücken/Homburg. An der Uni hatten sie sich kennengelernt und sind Freunde geworden, Armin Weber aus der Westpfalz und Thomas Arackal aus dem indischen Bundesstaat Kerala

Zweibrücken/Homburg. An der Uni hatten sie sich kennengelernt und sind Freunde geworden, Armin Weber aus der Westpfalz und Thomas Arackal aus dem indischen Bundesstaat Kerala. Als sich die inzwischen promovierten Chemiker nach Jahren der beruflichen Tätigkeit in verschiedenen Regionen Deutschlands wieder im Saarland begegneten, stellten sie überrascht fest, dass sie beide mittlerweile Rotarier geworden waren - Armin Weber beim Rotary-Club Homburg-Zweibrücken und Thomas Arackal bei RC Erumely.Im gemeinsamen Gespräch erfuhr Armin Weber auch einiges über die Hilfsprojekte der indischen Rotarier vom Club in Erumely. Damals brauchte man dort gerade Geld, um einen Stromgenerator für ein Heim für verlassene Frauen zu kaufen. Das war vor sechs Jahren. Der Rotary-Club Homburg-Zweibrücken versagte sich der Bitte aus Indien nicht, und die rotarischen Freunde in Erumely konnten den Stromgenerator anschaffen.

Im Jahr darauf sorgte der RC Homburg-Zweibrücken dafür, dass der RC Erumely Lernmaterial für Grundschüler bereitstellen konnte, und wieder ein Jahr später finanzierten die saarpfälzischen Rotarier die Herzoperation eines Jungen in Erumely. Im Jahr darauf leistete der RC Homburg-Zweibrücken einen Beitrag zum Kauf eines dringend benötigten Ambulanzwagens.

Neueste Projekte des RC Erumely - die Unterstützung benötigten, wenn sie verwirklicht werden sollten - waren der Kauf eines weiteren Ambulanzwagens für ein Altenheim und der Ausbau eines Raums für den Computer-Unterricht an einer Lower Primary School, einer Grundschule. Damit haben sich die bisher für die Rotarier im indischen Erumely geleisteten Finanzhilfen des RC Homburg-Zweibrücken innerhalb von sechs Jahren zu 8000 Euro summiert.



Wiederholt hatten Thomas Arackal und seine Familie Armin Weber eingeladen, sie in ihrer indischen Heimat zu besuchen. Also reisten Armin Weber und Ulrich Burgard vom RC Homburg-Zweibrücken in einem 13-stündigen Flug in die 1,36-Millionen-Stadt Cochin in Kerala, einem der 28 Bundesstaaten der indischen Republik.

Mit einem Mietwagen einschließlich ortskundigem Fahrer wurde bald Erumely erreicht, wo sie zur Lunchzeit auf der Kautschuk-Plantage der Familie Arackal eintrafen. Es war ein herzliches Wiedersehen, und große Herzlichkeit schlug den deutschen Rotariern auch beim abendlichen Meeting des Rotary-Clubs Erumely entgegen. Sie überreichten dort den Autoschlüssel für den vom RC Homburg-Zweibrücken gestifteten Ambulanzwagen und wurden mit für Kerala typischen Geschenken bedacht, nicht ohne dass ihnen zuvor Glückpunkte auf die Stirn aufgemalt worden wären. red