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Umzingelt von Leibwächtern

Ein Jahr nach dem Attentat auf ihn kam Oskar Lafontaine in die Rosenstadt. Fotos: pma
Ein Jahr nach dem Attentat auf ihn kam Oskar Lafontaine in die Rosenstadt. Fotos: pma
Sachschäden in Höhe von 1,5 Millionen Mark verursachte ein Großbrand bei Mannesmann-Demag in der Dinglerstraße. Das Verwaltungsgebäude der Indus-trieanlage war von dem Feuer betroffen. Trotz des schnellen Eingreifens der Feuerwehr wurden große Teile des Bürokomplexes zerstört. Zeitweise gingen die Experten sogar von akuter Einsturzgefahr aus

Sachschäden in Höhe von 1,5 Millionen Mark verursachte ein Großbrand bei Mannesmann-Demag in der Dinglerstraße. Das Verwaltungsgebäude der Indus-trieanlage war von dem Feuer betroffen. Trotz des schnellen Eingreifens der Feuerwehr wurden große Teile des Bürokomplexes zerstört. Zeitweise gingen die Experten sogar von akuter Einsturzgefahr aus. Die Wehrleute waren mit über 70 Einsatzkräften mehrere Stunden lang im Einsatz und mussten sich zeitweise mit Atemschutzgeräten zu den Brandherden vorkämpfen. Zwei Personen wurden leicht verletzt. Zu den Ursachen des Großfeuers gab es zunächst keine Anhaltspunkte.

1991

Demontiert wurden die letzten Reste des Bahnhofs "Tschifflick" sowie die noch verbliebenen Gleisanlagen der Güterverladung. Damit war ein weiteres Kapitel Zweibrücker Bahnhistorie zugeschlagen. Nachdem 1969 der Bahnhof Niederauerbach geschlossen, 1985 auch der Haltepunkt gestrichen und 1990 der "Tarifpunkt" aufgelöst worden war, gab es nun für die Bahn an dieser Stelle überhaupt kein Haltepunkt mehr.



Wenige Tage vor der Landtagswahl kam Oskar Lafontaine in die Zweibrücker Festhalle, um für die SPD um Stimmen zu werben. Ein Jahr nach dem Attentat auf den Spitzenpolitiker aus dem Saarland waren die Sicherheitsvorkehrungen außerordentlich rigide. Lafontaines Leibwächter wichen selbst dann nicht von seiner Seite, als er auf der Bühne stand und seine Rede hielt. Bei dem Urnengang selbst blieben die Sozialdemokraten in Zweibrücken die mit Abstand stärkste Kraft. Die Genossen erhielten 53,1 Prozent und verbuchten damit einen satten Zugewinn von 5,4 Prozent. Die CDU hingegen verlor 6,4 Prozent und kam nur noch auf 30,8 Prozent. Fast unverändert blieben FDP mit 6,9 Prozent und die Grünen, die bei 4,6 Prozent stagnierten.

Zu Ende ging die Geschichte des Flugplatzes als Airbase des US-Militärs. Das letzte amerikanische Flugzeug, eine RF4C Phantom II, verließ in der Nacht vom 27. auf den 28. April 1991 seinen bisherigen Fliegerhorst, und zwar nicht auf dem Luftweg, sondern huckepack auf einem sechsachsigen Tieflader. Bestimmungsort war das Technik-Museum in Sinsheim, wo der Kampfjet künftig friedlichen Anschauungszwecken dienen sollte.