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UBZ macht Millionengewinn

 In den Zweibrücker Haushalten fielen im vergangenen Jahr insgesamt 15 702 Tonnen Abfälle und Wertstoffe an. Das sind 441 Kilogramm Müll pro Einwohner. Foto: pm/cos
In den Zweibrücker Haushalten fielen im vergangenen Jahr insgesamt 15 702 Tonnen Abfälle und Wertstoffe an. Das sind 441 Kilogramm Müll pro Einwohner. Foto: pm/cos
Zweibrücken. Der Umwelt- und Servicebetrieb Zweibrücken (UBZ) erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Gewinn von rund 3,8 Millionen Euro. Ein "mehr als zufriedenstellendes Ergebnis", stellt der UBZ-Vorstand Werner Boßlet fest Von Merkur-Mitarbeiter Fritz Schäfer

Zweibrücken. Der Umwelt- und Servicebetrieb Zweibrücken (UBZ) erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Gewinn von rund 3,8 Millionen Euro. Ein "mehr als zufriedenstellendes Ergebnis", stellt der UBZ-Vorstand Werner Boßlet fest. Damit sei der "Dienstleistungsbetrieb bestens aufgestellt", sagt der Beigeordnete Henno Pirmann bei der Vorstellung des Geschäftsberichts und der Abfallbilanz.Das Jahr war nach Aussage Boßlets geprägt von der Übernahme des Rosengartens und der Unterhaltung der Friedhöfe. Beide Bereiche schlossen mit Verlusten. Beim Friedhof waren es fast 300 000 Euro. Zuletzt machte die Stadt einen Verlust von 700 000 bis 800 000 Euro. Boßlet sieht den UBZ "auf dem richtigen Weg", zu einem ausgeglichenen Haushalt. "Das ist bei einem Gebührenhaushalt auch vorgeschrieben", fügt Pirmann hinzu. Boßlet erwartet, dass sich die neue Gebührensatzung in diesem Jahr positiv auswirkt.

Beim Rosengarten machte der UBZ einen Verlust von 520 000 Euro. Das sind nach Aussage des UBZ-Vorstands 150 000 Euro weniger als in den Jahren zuvor. "Wir hatten mit weniger Verlusten kalkuliert", sagt Boßlet. "Aber die Unterhaltung und die Investitionen kostete mehr." Die Maßnahmen dienten, um "einen attraktiven Rosengarten" anzubieten, sagt Pirmann.

Gewinne machten die Grünunterhaltung (144 000 Euro), Betriebshof (278 000 Euro), Straßenreinigung (33 000 Euro, DSD (11 000 Euro), Abfallwirtschaft (3,7 Millionen Euro) und Abwasser (411 000 Euro). Trotz der "erfreulichen" Tatsache werde der UBZ "nicht umhin kommen, im Herbst die Abwassergebühren zu überprüfen", kündigt Boßlet an.



Zum einen müsste die vorgeschriebene Eigenkapitalverzinsung erreicht werden und zum anderen kämen Belastungen durch die Erschließung von Neubaugebieten hinzu. Bei der Abfallwirtschaft mache der Teilbereich Müllabfuhr einen Verlust von 67 000 Euro. Der Verlust ist unter anderem durch den gestiegenen Verbrennungspreis in der Verbrennungsanlage Pirmasens zurückzuführen. "Deshalb müssen wir auch die Müllgebühren überprüfen", sagt der stellvertretende UBZ-Vorstand Eckart Schwarz.

Bei der Abfallmenge und der Zusammensetzung habe sich im vergangenen Jahr "nicht viel verändert", informiert Schwarz. Die Siedlungsabfälle liegen wegen mehr Bauabfällen höher als im Jahr zuvor.

In den Zweibrücker Haushalten fielen im vergangenen Jahr insgesamt 15 702 Tonnen Abfälle und Wertstoffe an. Das sind 441 Kilogramm pro Einwohner. Damit liegt Zweibrücken unter dem Landesdurchschnitt (506 Kilogramm).Foto: pma