| 21:18 Uhr

Tschüss Tommy

Berlin. Thomas Gottschalk ist mit seiner Mission, die ARD-"Todeszone" zu sanieren, gescheitert. Gestern beschlossen die Intendanten des öffentlich-rechtlichen Senderverbundes in einer telefonischen Schaltkonferenz, die Vorabendshow "Gottschalk Live" am 7. Juni zu beenden. Die Einschaltquoten waren einfach zu niedrig

Berlin. Thomas Gottschalk ist mit seiner Mission, die ARD-"Todeszone" zu sanieren, gescheitert. Gestern beschlossen die Intendanten des öffentlich-rechtlichen Senderverbundes in einer telefonischen Schaltkonferenz, die Vorabendshow "Gottschalk Live" am 7. Juni zu beenden. Die Einschaltquoten waren einfach zu niedrig. "Ich finde es schade, dass ,Gottschalk Live' beim Publikum nicht den Zuspruch gefunden hat, den wir diesem Format alle gewünscht haben", sagte die ARD-Vorsitzende und WDR-Intendantin Monika Piel.Gottschalk selbst reagierte mit Bedacht: "Ich nehme diese Entscheidung der Intendanten mit Bedauern zur Kenntnis, habe aber volles Verständnis dafür", zitierte ihn die ARD in einer Mitteilung. "Es war uns von Anfang an klar, dass wir mit diesem Format ein Experiment gewagt haben, und ich war mir des Risikos zu jeder Zeit bewusst. Über das Schicksal eines Fernsehmoderators entscheidet das Publikum, und ich muss zur Kenntnis nehmen, dass es mir nicht gelungen ist, an diesem Programmplatz genügend Zuschauer zu begeistern."

Am 23. Januar war der 61-jährige Entertainer mit seiner Vorabendshow "Gottschalk Live" gestartet. Die erste Sendung sahen 4,34 Millionen Zuschauer, doch bald schon fiel die Quote auf eine Million.

Die Zukunft des Showmasters ist ungewiss. Nur eines steht fest: Eine Rückkehr zu "Wetten, dass..?" ist unmöglich, denn sein Zepter hat bereits Nachfolger Markus Lanz in die Hand genommen. dpa