| 23:00 Uhr

Brand bei Lambsborn
Traktor geht in Flammen auf

 Hochgefährdet sind derzeit die Landwirte beim Arbeitseinsatz. Beim Strohpressen in Lambsborn brannten Schlepper und Strohpresse ab.
Hochgefährdet sind derzeit die Landwirte beim Arbeitseinsatz. Beim Strohpressen in Lambsborn brannten Schlepper und Strohpresse ab. FOTO: Norbert Schwarz
Lambsborn. Die Welle von hitzebedingten Bränden ebbt nicht ab: Ein Schlepper mit Heupresse haten bei Lambsborn Feuer gefangen. Der Fahrer entfernte geistesgegenwärtig weiteres Heu mit einem zweiten Traktor, um ein stärkeres Übergreifen der Flammen zu verhindern. Von Norbert Schwarz

Wieder hat es bei der landwirtschaftlichen Arbeit gebrannt: Ein Opfer der Flammen wurde in den frühen Abendstunden des Freitags ein Traktor mit Rundballenpresse auf einer Wiese der Lambsborner Gemarkung Richtung Bruchmühlbach-Miesau. Der Geistesgegenwart des Landwirts ist zu verdanken, dass kein größerer Flächen- oder gar Waldrand entstehen konnte. Der Landwirt nämlich fuhr noch mit der brennenden Rundballenpresse in die Mitte des Wiesengeländes, das durch den Brand neben den Geräten allein in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Nach zweieinhalbstündigem Löscheinsatz hatten die 50 Feuerwehrleute den Brand voll im Griff.

„Der geschädigte Landwirt aus Miesau besaß Geistesgegenwart und hat möglicherweise Schlimmeres verhindert“, meinte der stellvertretende Verbandsgemeindewehrleiter Klaus Marhofer aus Martinshöhe, der den Brandeinsatz oberhalb von Lambsborn in Richtung Martinshöhe leitete.



Beim Pressen von Heu auf einer mehrhektargroßen Waldwiese war die Rundballenpresse in Brand geraten. Der geschädigte Landwirt befand sich zu dieser Zeit just in Nähe des angrenzenden Waldes. Mit der brennenden Ballenpresse steuerte dieser das landwirtschaftliche Gespann noch in die Mitte des Grundstücks, um ein Übergreifen des Feuers auf den benachbarten Wald zu verhindern. Hilfe für Traktor und Rundballenpresse konnte es keine mehr geben. Die brannten vollständig aus. Zweieinhalb Einsatzstunden benötigten 50 Feuerwehrleute aus den Löscheinheiten Lambsborn, Martinshöhe, Bechhofen, Miesau und dem dortigen Depot der US-Army um die letzten Glutnester zu bekämpfen.

Schwierig war insbesondere das Heranschaffen des Löschwassers Dieses musste im Pendelverkehr von der Tanklöschfahrzeugen zum Brandherd auf dem freien Feld bei Lambsborn gebracht werden. Die Löschwasserentnahme erfolgte dort aus dem normalen Leitungssystem. Ausreichende Wassermengen waren vorhanden. Über teils unbefestigte Wirtschaftswege nur, konnten die schweren Tanklöschfahrzeuge zum Brandort gelangen. Der Einsatz verlief jedoch problemfrei.

Auch der verbandsgemeindeübergreifende Einsatz verlief störungsfrei. Klaus Marhofer: „Wir sind ja alle Feuerwehrleute, da gibt es keine Probleme, weder personell noch technisch.“ Polizei und Einsatzwagen des Deutschen Roten Kreuzes waren vor Ort, verletzte Personen gab es allerdings nicht.

Nach insgesamt dreieinhalb Stunden konnte der Einsatz beendet werden.

Brandursache dürften, nach derzeitigem Ermittlungsstand, die extrem hohen Temperaturen sein, berichtet die Polizeiinspektion Landstuhl. Der entstandene Schaden betrage wohl mehrere zehntausend Euro.