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Team für Stadtmarketing geplant

 Hornbachs Bürgermeister Reiner Hohn (l.) mit einigen seiner Gäste beim Neujahrsempfang. Foto: voj
Hornbachs Bürgermeister Reiner Hohn (l.) mit einigen seiner Gäste beim Neujahrsempfang. Foto: voj
Hornbach. In Hornbach wird ein Team für Stadtmarketing gegründet. Das verkündete gestern Stadtbürgermeister Reiner Hohn beim Neujahrsempfangs im Hornbacher Rathaus. Die Gruppe um Rolf Behnke soll die Pirminiusstadt noch bekannter machen und dadurch weitere Gäste anlocken Von Merkur-Mitarbeiter Norbert Rech

Hornbach. In Hornbach wird ein Team für Stadtmarketing gegründet. Das verkündete gestern Stadtbürgermeister Reiner Hohn beim Neujahrsempfangs im Hornbacher Rathaus. Die Gruppe um Rolf Behnke soll die Pirminiusstadt noch bekannter machen und dadurch weitere Gäste anlocken.Darüber hinaus würden in den nächsten Wochen Schilder aufgestellt, die auf markante Punkte in Hornbach hinweisen sollen. "Es ist alles schon komplett. Sie müssen nur noch montiert werden", berichtete Hohn, der in seiner Rede stolz darauf zurückblickte, dass Hornbach im vergangenen Jahr staatlich anerkannte Fremdenverkehrsgemeinde wurde. Besonders bedankte er sich beim Ehepaar Behnke, das nicht nur das Projekt Stadtbuch gestaltete, sondern auch für neun Wohnmobilstellplätze in der Kommune sorge. "Wir haben seit Fertigstellung vor einem halben Jahr über 300 Übernachtungen gezählt", informierte der Bürgermeister. Das Ehepaar plant 2012 eine Erweiterung des Camper-Platzes.

In seinem Rückblick erinnerte Hohn auch an den neuen Stall für die 13 Wasserbüffel, der diesen bei Regen und Schnee Schutz biete. Mit Blick auf die Wahl des Bürgermeisters der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land lobte Hohn den scheidenden Amtsinhaber Kurt Pirmann: "Er ist beliebt und für jeden ansprechbar." Gestritten habe er mit ihm nie über das Ziel, sondern lediglich über den Weg dorthin. Hohn (FDP) wünschte dem SPD-Politiker viel Glück, das er "in Zweibrücken brauchen kann". Außerdem bedankte Hohn sich bei der Feuerwehr und dem Roten Kreuz stellvertretend für das große ehrenamtliche Engagement, das die Einwohner in Hornbach auszeichne.

Kurt Pirmann ging in seiner Ansprache mit den politisch Verantwortlichen in Deutschland hart ins Gericht: "Sie halten Moralpredigten und geben Vorschriften, die sie dann alle für sich selbst vergessen." Stattdessen würden die Politiker immer Ausflüchte suchen: "Das gibt uns allen zu denken." Mit Blick auf die Bundestagwahl im nächsten Jahr geht Pirmann davon aus, dass alle Parteien wieder einmal viel versprechen, was sich der Staat nicht leisten könne. Gefragt sei stattdessen mehr Redlichkeit und Ehrlichkeit. "Wenn wir den Bestand sichern können, haben wir viel erreicht", machte Pirmann deutlich, dass die Ziele nicht so hoch gesteckt werden dürften. Auch beim Entschuldungsfonds der SPD-geführten Landesregierung sparte der Sozialdemokrat nicht mit Kritik: "Wir verteilen nur von A nach B zu Lasten der Bürger. Es gibt aber keine Änderungen." So könne eine Verbandsgemeinde bei fünf Millionen Euro freiwilligen Ausgaben nicht sieben Millionen Euro einsparen.