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Südwestpfalz besser darstellen

Zweibrücken. Die Südwestpfalz ist besser als ihr Ruf. Darin sind sich der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land, Kurt Pirmann (Foto: pma), und Landrat Hans Jörg Duppré einig. "Besser auch, als dies im eigenen Selbstverständnis gesehen wird", sagte Pirmann. Dies hätten vor allem größere Unternehmer aus der Region in Gesprächen betont, sagte Pirmann Von Merkur-Mitarbeiter Fritz Schäfer

Zweibrücken. Die Südwestpfalz ist besser als ihr Ruf. Darin sind sich der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land, Kurt Pirmann (Foto: pma), und Landrat Hans Jörg Duppré einig. "Besser auch, als dies im eigenen Selbstverständnis gesehen wird", sagte Pirmann. Dies hätten vor allem größere Unternehmer aus der Region in Gesprächen betont, sagte Pirmann. "Das müssen wir mit Selbstvertrauen auch nach außen tragen." Deshalb sei es "dringend notwendig", dass sich die Region als ein Standort präsentiert, erklärte der Verbandsbürgermeister. Deshalb werden der Landkreis und die acht Verbandsgemeinden in diesem Jahr "die Standortinitiative Südwestpfalz mit Schwung auf den Weg bringen", sagte Landrat Duppré.Entstanden ist die Idee im Laufe des ILE-Prozesses (Integrierte ländliche Entwicklung) der Verbandsgemeinden Zweibrücken-Land, Wallhalben, Thaleischweiler-Fröschen sowie einige Gemeinden aus Waldfischbach-Burgalben und Pirmasens-Land. Dabei seien in der Analyse die Stärken und Schwächen aufgezählt worden. Unter anderem das oft negative Selbstbild. Das haben dann Unternehmen bedauert. Duppré: "Die Unternehmer und Handwerker haben deshalb ebenfalls eine Initiative gefordert, um die Gemeinden als Wirtschaftsstandort zu stärken und attraktiver zu machen."Die Weiterentwicklung der Region und Kommunikation ihrer Stärken ist nach den Worten des Landrats "ein wesentlicher Inhalt" der Standortinitiative. Deshalb laden Duppré und Pirmann die Städte Zweibrücken und Pirmasens ein, sich der Initiative anzuschließen. Pirmann: "Voneinander lernen, aufeinander zugehen, die Stärken des Partners nutzen ist das Gebot der Stunde." "Wir unterstützen die Initiative", sagte Zweibrückens Oberbürgermeister Helmut Reichling. Deshalb wird die Stadt in der Lenkungsgruppe vertreten sein. Eine solche Initiative sei identitätsstiftend für den Kreis und die Stadt. "Eine Region, eine Einheit", beschrieb der Oberbürgermeister den Wirtschaftsstandort. Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Südwestpfalz führt einen Ideenwettbewerb durch, um neue Ideen für ein Marketingkonzept zu erhalten. Die Initiative soll die Unternehmen und die Bevölkerung, vorrangig die Jugend aktivieren. Als Thema wird eine eigene Identität der Region genannt, die die unverwechselbaren Werte und Eigenschaften des Wirtschafts- und Lebensraums Südwestpfalz widerspiegelt. Meinung

Gemeinsam handeln tut Not



Von Merkur-RedakteurJan Althoff Es klingt so abgedroschen, dass man es sich gar nicht zu sagen traut, aber es stimmt: Einigkeit macht stark. Im härter werdenden Wettbewerb der Regionen kann die Einigkeit, die Zusammenarbeit über Gemeindegrenzen hinweg, der entscheidende Faktor sein, wirtschaftlich nicht den Anschluss zu verlieren. Dazu müssen aber zunächst zwei Bedingungen erfüllt sein: Erstens müssen die Kommunen jeden Rest von Kirchturmdenken über Bord werfen. Denn als Region denken bedeutet auch, nicht beleidigt zu reagieren, wenn sich Firma oder Institution XY nicht in der eigenen, sondern in der Nachbargemeinde ansiedelt. Zweitens müssen den Worten schnell Taten folgen. Schöne Ideen wurden schon viele geboren. Nicht selten wurden sie dann allerdings so lange in irgendwelchen Zirkeln und Arbeitsgruppen diskutiert, bis sie sanft ins Jenseits der Ideen entschwunden waren.