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Ortsgemeinderat Lambsborn
Streit um Großkran-Einsatz bei Brand

Lambsborn. Ratsmitglied Karl Gortner moniert Jahresrechnung der Ortsgemeinde Lambsborn. Von Norbert Rech

Formalien standen im Mittelpunkt der jüngsten Sitzung des Ortsgemeinderates in Lambsborn. So eine Ergänzungssatzung für den Bau des neuen Feuerwehrhauses verabschiedet. Das Gebäude soll in unmittelbarer nähe des Friedhofes errichtet werden. Laut Ortsbürgermeister Rudi Molter (SPD) ist der Neubau durch die Verbandsgemeinde Bruchmühbach-Miesau unter anderem wegen der vier weiblichen Mitglieder der Wehr erforderlich geworden. So seien für diese seperate Umkleiden und sanitäre Anlagen notwendig, die sich am altern Standort (Dorfgemeinschaftshaus) nicht realisieren ließen. Vor dort sei zudem auch der Einsatz im Winter wegen der Steigung mit Schwierigkeiten verbunden gewesen. Der Startschuss für das rund 500 000 Euro teure Projekt soll im Sommer erfolgen.

Kritik gab es von Ratsmitglied Karl Gortner beim Beschluss über die Jahresrechnung 2015. Er monierte den Einsatz eines großen Krans beim Brand auf seinem Hof, der über 40 000 Euro gekostet habe. Dem entgegnete Molter, dass die Kosten komplett von der Verbandsgemeinde übernommen worden seien, da der damalige Bürgermeister Werner Holz den Einsatz angeordnet habe. Die Ortsgemeinde sei hier nicht beteiligt gewesen. Die Jahresrechnungen 2014 und 2015 wurden mit Mehrheit beschlossen. Auch die Entlastung von Bürgermeister, Ortsbürgermeister und Beigeordneten erfolgte mit Mehrheit.

Einig war man sich darin den Betreiber der Biogasanlage von Grenzen des Bebauunungsplans zu befreien, damit dieser einen Sozialcontainer für ein Büro und Toiletten aufstellen kann.



Bezüglich der Untersuchung der Tierökologie im Rahmen der Ausweisung eines Baugebietes am Kirchberg hat Molter in den nächsten Tagen ein Gespräch mit der unteren Naturschutzbehörde. „Dann werden wir klären ob diese überhaupt notwendig ist“, informiert der Ortsbürgermeister.

Einstimmig wurde auch die Spende der Volksbank Kaiserslautern in Höhe von 500 Euro angenommen, die für die Anschaffung von Kleingeräten für die Kindertagesstätte vorgesehen sind.