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Straßenausbau schreitet in Lambsborn voran

Lambsborn. Es gibt keinen Grund, pessimistisch zu sein. Das jedenfalls ist die Auffassung des Lambsborner Ortsbürgermeisters Rudi Molter (SPD ), wenn er an die Einnahmen aus den Windkraftanlagen auf örtlicher Gemarkung denkt. nob

Auch nach der Insolvenz der Firma Prokon, dem Betreiber der Windräder auf Lambsborner Gebiet, habe er keine Bedenken, dass auch weiter die Zahlungen in die Gemeindekasse fließen: "Bisher hat es jedenfalls reibungslos geklappt." Am Ortsrand in Richtung Martinshöhe stehen zehn Windräder . Sieben davon sind auf Lambsborner Gebiet. Die Jahresleistung des gesamten Windparks beträgt 46 Millionen Kilowatt-Stunden (kWh). Damit können jährlich 10 200 Vier-Personen-Haushalte mit Strom versorgt werden. Weil der Bedarf im Ort nicht groß genug ist, wird der Strom aus der Windanlage von den Homburger Stadtwerken ins Umspannwerk Bruchhof eingespeist. Zu den Möglichkeiten einer Gebietsreform, bei der es um die Zukunft der Verbandsgemeinde Bruchmühlbach-Miesau geht, wollte sich der Lambsborner Ortsbürgermeister nicht äußern. Ihm wäre es am liebsten, wenn "alles so bleiben würde, wie es ist". Diskutiert wird derzeit intensiv über eine Fusion mit Waldmohr, die aber teilweise auf heftige Ablehnung stößt.

Ein zentrales Projekt sei derzeit die innerörtliche Flurbereinigung. Es geht darum, Leerstände im Ortskern zu verringern und Zuwegungen zu verbessern. "Durch die Zusammenlegung von Grundstücken können auch Baulücken beseitigt werden", erklärt Molter, der auch Vorsitzender des Vorstands der Flurbereinigung ist. Die Flurbereinigung, die unter Federführung des DLR (Dienstleistungszentrums ländlicher Raum) durchgeführt wird, könne außerdem zu einem noch besseren Ortsbild führen. Ab Oktober soll auch mit der Flurbereinigung im Wald begonnen werden. Die Eigentümer würden sich beim Ortsbürgermeister persönlich melden, der dann mit diesen gemeinsam eine Neuordnung der Grundstücke vornimmt. "Ich mache mir dann Gedanken, wie die Wünsche der Leute realisiert werden können", erklärt Molter. Der Vorstand der Flurbereinigung treffe sich lediglich vier Mal im Jahr. Der Grundstückstausch erfolge auf freiwilliger Basis.

Ein ganz wichtiges Vorhaben für Lambsborn sei der Ausbau der Ringstraße. Dieser werde mit Geld aus den wiederkehrenden Beiträgen finanziert. 40 Prozent der Kosten übernehme die Gemeinde. 60 Prozent müssten von den Grundstückseigentümern gezahlt werden. Doch nicht alle seien davon betroffen. Es gelte eine sogenannte Schonfrist. Das bedeutet: Alle, die vor noch nicht allzu langer Zeit einen Erschließungsbeitrag zur erstmaligen Straßenherstellung in ihrem Neubaugebiet zahlen mussten, sind von der Zahlung befreit.