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Steuerfahnder: Es ist landesweit mit Razzien zu rechnen

Koblenz/Pirmasens. Nach den ersten Hausdurchsuchungen bei mutmaßlichen Steuersündern in Rheinland-Pfalz müssen Verdächtige landesweit mit Aktionen der Fahnder rechnen. "Sukzessive wird das weitergehen", sagte eine Sprecherin der Oberfinanzdirektion (OFD) Koblenz am Freitag

Koblenz/Pirmasens. Nach den ersten Hausdurchsuchungen bei mutmaßlichen Steuersündern in Rheinland-Pfalz müssen Verdächtige landesweit mit Aktionen der Fahnder rechnen. "Sukzessive wird das weitergehen", sagte eine Sprecherin der Oberfinanzdirektion (OFD) Koblenz am Freitag. Am Donnerstag hatten die Fahnder bei zwei Verdächtigen im Raum Pirmasens den Anfang gemacht (wir berichteten). Die Sprecherin betonte, die Razzien in den Wohnungen der mutmaßlichen Steuersünder seien erfolgreich verlaufen. Die Verdachtsmomente hätten sich bestätigt. "Das heißt für uns: Die Substanz der Daten, die wir auf der CD haben, ist absolut stimmig." Darüber hinaus hätten die Fahnder bei den Hausdurchsuchungen festgestellt, dass die Verdächtigen wohl auch Gelder ins Ausland geschafft hätten, von denen auf der CD nicht die Rede gewesen sei. Rheinland-Pfalz hat die Daten vom Land Nordrhein-Westfalen erhalten, das die CD mit Informationen über deutsche Steuersünder in der Schweiz angekauft hatte. Nach Angaben der OFD-Sprecherin gibt es in diesem Zusammenhang in Rheinland-Pfalz bislang 963 Selbstanzeigen von mutmaßlichen Steuersündern. dpa