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Bundespräsidenten-Besuch
Steinmeier besucht Orte der Demokratie in Rheinland-Pfalz

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist heute und morgen in Rheinland-Pfalz unterwegs.  
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist heute und morgen in Rheinland-Pfalz unterwegs.   FOTO: Arne Dedert / dpa
Mainz. Von Jasper Rothfels und Oliver von Riegen

Ein Jahr nach seinem Amtsantritt schließt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) seine Antrittsreise durch alle 16 Länder mit einem Besuch in Rheinland-Pfalz ab. Die Tour, während der Steinmeier zwei Tage lang an historischen Wegmarken Station macht, steht unter dem Motto „Orte der Demokratie“. Der Bundespräsident startet heute im Hambacher Schloss, das als Wiege deutscher Demokratie gilt – Stichwort Hambacher Fest. Er besucht das Gutenberg-Museum und den Landtag in Mainz und beendet die Visite am morgigen Dienstag im Westerwald.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) zeigte sich nicht enttäuscht darüber, dass Rheinland-Pfalz das letzte Land der Tour ist – im Gegenteil. „Das Beste kommt zum Schluss“, sagte Dreyer. „Mir ist es wichtig, auch wenn er jetzt nicht das erste Mal in Rheinland-Pfalz ist, dass der Bundespräsident eine Wahrnehmung davon hat, wie bei uns Demokratie (...) gelebt wird.“ Die Botschaft solle sein, dass es viele junge Leute gebe, die sich im Land in dieser Tradition engagierten.

Die Industrie- und Handelskammer für die Pfalz (IHK Pfalz) hatte bei der Wahl des Festredners für ihre 175-Jahr-Feier am heutigen Montag Glück: Eine Anfrage reichte nach Darstellung der Organisation aus, um Steinmeier zu bekommen. „Wir haben den ersten Mann im Staat als Erstes gefragt – wohl wissend, dass wir in Konkurrenz zu den neun bayerischen IHKs stehen, die ja auch alle in diesem Jahr ihr 175-jähriges Jubiläum feiern“, berichtete IHK-Sprecherin Sabine Fuchs-Hilbrich auf Anfrage.



Zum Festakt erwartet die IHK Pfalz rund 170 Gäste. Auf die Eröffnung von IHK-Präsident Albrecht Hornbach folgt ein Grußwort Steinmeiers, dann eine Talkrunde mit Dreyer, dem Speyerer Bischof Karl-Heinz Wiesemann, IHK-Präsident Hornbach und IHK-Vizepräsident Uwe Liebelt (BASF).

In Mainz trifft Steinmeier anschließend die rot-gelb-grüne Landesregierung und trägt sich in das Goldene Buch der Stadt Mainz im Gutenberg-Museum ein – inklusive Besuch der Gutenberg-Bibel. Heute Abend spricht der Präsident bei der Festveranstaltung zu 225 Jahren Mainzer Republik. Dort wird erwartet, dass er auch eine erste Bilanz seiner Amtszeit zieht, die genau ein Jahr vorher begann.

Der zweite und letzte Tag der Visite beginnt mit einer Diskussion mit Studenten der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz über demokratische Debatten im digitalen Zeitalter. Danach trifft Steinmeier das Schülerparlament der Georg-Forster-Gesamtschule in Wörrstadt, bevor er in Flammersfeld im Westerwald das Raiffeisenhaus besucht, wo Raiffeisen als Bürgermeister wirkte. Letzte Stationen sind die Thomas Magnete GmbH in Herdorf und ein Bürgerempfang in Wissen.

(dpa)