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Staatsanwaltschaft fordert Geldstrafe für Ex-Wohnbau-Chef

Koblenz/Mainz. Die Staatsanwaltschaft hat vor dem Landgericht Koblenz wegen Untreue eine Geldstrafe von 38 400 Euro für den ehemaligen Geschäftsführer der Wohnbau Mainz GmbH gefordert. Das teilte ein Gerichtssprecher gestern in Koblenz mit

Koblenz/Mainz. Die Staatsanwaltschaft hat vor dem Landgericht Koblenz wegen Untreue eine Geldstrafe von 38 400 Euro für den ehemaligen Geschäftsführer der Wohnbau Mainz GmbH gefordert. Das teilte ein Gerichtssprecher gestern in Koblenz mit. Dem 64-Jährigen wird unter anderem vorgeworfen, private Ausgaben zulasten des Unternehmens und einer weiteren von ihm geleiteten Gesellschaft abgerechnet zu haben. Dazu zählten zwei Reisen an den Tegernsee, was der Angeklagte zugab.Im Jahr 2003 soll der Angeklagte zudem den Ausbau des VIP-Bereichs im früheren Fußballstadion des FSV Mainz 05 und Fassadenarbeiten mit einem Wohnbau-Darlehen von 1,5 Millionen Euro unterstützt haben. Der Geschäftszweck der Wohnbau soll die Finanzierung aber nicht hergegeben haben.

In dem Prozess, der seit vergangenem Oktober läuft, war auch der ehemalige Mainzer Oberbürgermeister und Ex-Aufsichtsratschef der Wohnbau GmbH, Jens Beutel (SPD), als Zeuge gehört worden. Ermittlungen wegen Vorteilsannahme und Untreue gegen ihn waren 2010 eingestellt worden. Die Verteidigung wird heute plädieren, das Urteil wird am Dienstag erwartet. dpa