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Zum Nachkochen
So bringt man die eigene Ernte lecker auf den Tisch

 Unfassbar harte Schale, aber kulinarisch feiner Kern: Kürbis schmeckt herzhaft und süß.
Unfassbar harte Schale, aber kulinarisch feiner Kern: Kürbis schmeckt herzhaft und süß. FOTO: Getty Images/iStockphoto / Zoya2222
Von Oliver Schwambach

Ein paar Quadratmeter eigener Garten können schon genug sein, um reichlich Ernte einzufahren. Und wer geschickt ist, planzt so an, dass er fast zu jeder Jahreszeit was hat. Hier ein paar Rezepte dazu.

Frühling: Rhabarberkompott.Schon im April kann man den ersten Rhabarber ernten. Ein frisches Kompott ist genau das Richtige für die ersten warmen Tage.



Was man dazu braucht: 1 kg Rhabarber, 1 Vanilleschote, 300 g Zucker, 300 ml Apfelsaft, 200 ml Weißwein, 100 ml Crème de cassis, 5 St. Sternanis, 4 El Maisstärke.

Wie bereitet man es zu: Rhabarber schälen, in kleine Stücke schneiden. Vanilleschote der Länge nach halbieren, das Mark herauskratzen. Die restliche Schote, Mark, Zucker, Apfelsaft, Wein, Crème de cassis und Sternanis aufkochen lassen. Maisstärke mit wenig Wasser anrühren und unter den bereits kochenden Sud rühren. 3 Minuten unter ständigem Rühren kochen lassen. Dann Rhabarber zugeben und weitere 5 Minuten köcheln lassen. Den Sternanis entfernen.

Sommer: Holunderblütenlikör. Der Holunder blüht meist Ende Mai bis Mitte Juni. Daraus lässt sich ein wunderbarer Likör machen, der nicht nur pur schmeckt, mit ihm kann man auch im heißen Sommer jede Menge Cocktails veredeln.

Was man dazu braucht (für 1,5 Liter): 15 große Holunderblütendolden, 1 Vanilleschote, 1 Zitrone (Bio), 1 Orange (Bio), 500 g weißer Teezucker, 1 l Wodka.

Wie bereitet man es zu: Großes Glas (für etwa 2 l) heiß ausspülen. Holunderblütendolden verlesen und dicke Stiele entfernen, Zitrone und Orange waschen, in Scheiben schneiden und mit der Vanilleschote und dem Zucker ins Glas geben. Mit Wodka angießen, bis alles bedeckt ist. Das Glas dann zugedeckt zwei Monate ziehen lassen. Ab und zu das Glas rütteln, nicht umrühren. Der Zucker soll sich auflösen. Nach zwei Monaten Likör durch feines Sieb gießen und in saubere, zuvor sterilisierte Flaschen füllen.

Herbst: Kürbis-Tarte mit Schafskäse. Herbstzeit ist Kürbiszeit, eine leckere Tarte bringt das Supergewächs richtig zur Geltung.

Was man dazu braucht (für 4 Personen): 400 g tiefgefrorener Blätterteig, 500 g Hokkaido-Kürbis, 200 g Crème fraiche, 120 g Sahne, 3 Eier, 200 g Schafskäse, 3 EL Schnittlauch-Röllchen, Salz, Cayennepfeffer.

Wie bereitet man es zu: Teigplatten zum Auftauen nebeneinander legen. Kürbis waschen, halbieren, entkernen und in 0,5 cm dicke Scheiben schneiden. Crème fraiche, Sahne und Eier miteinander verschlagen, Schafskäse klein krümeln und 2 EL Schnittlauch und Eier verschlagen. Würzen mit Salz und Pfeffer. Blätterteig ausrollen, Teig in eine gefettete und bemehlte Tarteform drücken, den Boden mit einer Gabel einstechen. Im Ofen bei 200 Grad C rund 3 Minuten vorbacken. Dann die Kürbisscheiben auf dem Boden verteilen, Käsemasse darüber gießen, Tarte knapp 40 Minuten backen bis sei goldbraun ist. Mit Schnittlauch bestreuen.