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Schwerer Unfall auf der A 8

Die Unfallstelle auf der A 8 Richtung Saarlouis: Mehrere Verkehrsteilnehmer stießen in Höhe der Ausfahrt Neunkirchen-Oberstadt zusammen. Eine Frau wurde dabei schwer verletzt. Foto: Becker&Bredel
Die Unfallstelle auf der A 8 Richtung Saarlouis: Mehrere Verkehrsteilnehmer stießen in Höhe der Ausfahrt Neunkirchen-Oberstadt zusammen. Eine Frau wurde dabei schwer verletzt. Foto: Becker&Bredel
Neunkirchen. Am Samstagnachmittag um 16.22 Uhr ist es auf der A 8 in Fahrtrichtung Saarlouis in Höhe der Ausfahrt Neunkirchen-Oberstadt zu einem Unfall mit mehreren Fahrzeugen gekommen. Dabei sind vier Insassen eines Autos verletzt worden, einer davon schwer. Nach Angaben der Polizei gibt es teilweise widersprüchliche Aussagen zu dem Unfallhergang

Neunkirchen. Am Samstagnachmittag um 16.22 Uhr ist es auf der A 8 in Fahrtrichtung Saarlouis in Höhe der Ausfahrt Neunkirchen-Oberstadt zu einem Unfall mit mehreren Fahrzeugen gekommen. Dabei sind vier Insassen eines Autos verletzt worden, einer davon schwer. Nach Angaben der Polizei gibt es teilweise widersprüchliche Aussagen zu dem Unfallhergang. Ein Autofahrer, der auf der rechten Spur Richtung Saarlouis unterwegs war, setzte zum Überholen an. Da zeitgleich ein Auto auf der linken Spur fuhr, kam es zur Kollision. In der Folge stießen beide Autos mit der Mittelleitplanke zusammen. Dadurch entstand Staub und Qualm, der die Sicht des nachfolgenden Verkehrs behinderte.Ein drittes Fahrzeug fuhr in diese Staubwolke hinein und bremste stark. Das ihm nachfolgende Auto versuchte ebenfalls noch zu bremsen, fuhr aber schließlich auf das dritte Auto auf. Die vier Insassen darin wurden verletzt. Eine junge Mitfahrerin, die auf der Rückbank saß, musste schwerverletzt von der Feuerwehr befreit werden. Anschließend wurde die 19-Jährige umgehend in die Homburger Uniklinik gebracht. Es entstand ein erheblicher Sachschaden, den die Polizei bislang auf 80 000 Euro beziffert. Die Fahrbahn in Richtung Saarlouis war bis zirka 22 Uhr voll gesperrt. Neunkirchens Bürgermeister Jörg Aumann geriet selbst ins Unfallgeschehen. Er kam noch vor den Rettungskräften zu dem Unfallort und berichtete: "Vor mir standen eine Menge Autos und Leute waren auf der Fahrbahn, um Erste Hilfe zu leisten." Er habe sofort angehalten und den Unfall gemeldet. Währenddessen musste Aumann beobachten, wie einige Leute durch die Trümmer gefahren sind. Da dies auch für die Ersthelfer gefährlich war, stellte sich Aumann mit seinem Auto mitten auf die linke Fahrspur und schaltete die Warnblinkanlage ein. Damit machte er sich bei einigen nachfolgenden Autofahrern unbeliebt. "Ich muss hier durch" habe ein Fahrer gebrüllt und dem Neunkircher Bürgermeister sogar Prügel angedroht. "Ich habe ihn dann gebeten, diese Aussage noch einmal vor der Polizei zu wiederholen. Damit war Ruhe", berichtet Aumann weiter.

Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte seien schnell vor Ort gewesen. "Für mich als Bürgermeister war es interessant, die Feuerwehr live im Einsatz zu erleben", sagt Aumann und verteilt ein großes Lob: "Alle Kräfte vor Ort haben hervorragende Arbeit geleistet." Von seinen Erlebnissen berichtet Jörg Aumann auf seiner Facebook-Seite. Die Ermittlungen zur Unfallursache dauern noch an. Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizei Neunkirchen unter Tel. (0 68 21) 20 30 zu melden. evy