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Schwarze Husaren spielen auf

Kleinsteinhausen. Das Dorfgemeinschaftshaus in Kleinsteinhausen war am Sonntagabend bis auf den letzten Platz gefüllt. Das Blasorchester, die Schwarzen Husaren, gab sein jährliches Muttertagskonzert. Die neue Vorsitzende Miriam Schäfer begrüßte die Gäste und rezitierte ein hübsches Gedicht Von Merkur-Mitarbeiter Peter Fromann

Kleinsteinhausen. Das Dorfgemeinschaftshaus in Kleinsteinhausen war am Sonntagabend bis auf den letzten Platz gefüllt. Das Blasorchester, die Schwarzen Husaren, gab sein jährliches Muttertagskonzert. Die neue Vorsitzende Miriam Schäfer begrüßte die Gäste und rezitierte ein hübsches Gedicht. Und sagte: "Die Spendengelder am Ende des Konzertes und der Erlös vom Verzehr fließen der Jugendarbeit zu".Die Jugend des Orchesters stellte sich zu Beginn mit drei sauber gespielten Stücken vor, unter anderem mit "Forever Abba Gold". Leider fehlen noch immer tiefe Instrumente: Tuba, Posaunen, Tenor- und Baritonhorn, was den Klang natürlich beeinträchtigt, mit der Spielkultur aber nichts zu tun hat.

Orchesterleiter Erich Gingrich hat mit der Jugend eine glückliche Hand. Er ist jetzt wieder genesen und körperlich fit, was die Arbeitslust noch steigert.

Mit dem großen Orchester bot er neben leichter Kost auch schwere Stücke, wie zum Beispiel den fünften ungarischen Tanz von Johannes Brahms. Dann Western-Songs und Dixieland. Ein Udo Jürgens-Medley durfte nicht fehlen und eine musikalische Traumreise führte nach Griechenland, das eine Aufpolierung von allen Seiten wahrlich nötig hat. Doch wer die Klassik liebt, macht weiterhin wunderbare Traumreisen ins Land seiner Sehnsucht. Was sagt denn eigentlich das Orakel zu Delphi zu all den Turbulenzen? Zum Knef'schen "Für dich soll's rote Rosen regnen" wurden an die Mütter, auch an zukünftige, rote Rosen verteilt - eine schöne Geste.



Dann hieß es leider schon "Time to say auf Wiedersehen". Zugaben waren Ehrensache. Die Kleinsteinhauser und das weite Umland lieben ihre Husaren.

Man darf sagen, sie müssen sich auch in keiner musikalischen Hinsicht verstecken. Erich Gingrich hat seine Musikanten im Griff. Bei "O mein Papa" bläst er als Dirigent noch dazu das Trompetensolo.

Ein rundum schöner Abend, der sich bei prächtigem Wetter noch in erfreuliche Länge zog.