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Schmallenberg-Virus auf 58 Bauernhöfen: Hilfe durch Darlehen

Mainz. Das für Schafe, Kühe und Ziegen gefährliche Schmallenberg-Virus hat in Rheinland-Pfalz bereits 58 Bauernhöfe heimgesucht. Betroffene Betriebe können nun Darlehen von der Landwirtschaftlichen Rentenbank erhalten, wie die rheinland-pfälzische Landwirtschaftsministerin Ulrike Höfken (Grüne) gestern mitteilte

Mainz. Das für Schafe, Kühe und Ziegen gefährliche Schmallenberg-Virus hat in Rheinland-Pfalz bereits 58 Bauernhöfe heimgesucht. Betroffene Betriebe können nun Darlehen von der Landwirtschaftlichen Rentenbank erhalten, wie die rheinland-pfälzische Landwirtschaftsministerin Ulrike Höfken (Grüne) gestern mitteilte. Anträge dürfen jene Bauern stellen, die Rinder, Schafe oder Ziegen halten und Einbußen von mehr als 30 Prozent im betroffenen Betriebszweig hinnehmen müssen.Landwirtschaftsministerium, Landesuntersuchungsamt und Kreis-Veterinärämter behalten die Lage laut Höfken genau im Auge. So habe Rheinland-Pfalz bereits nach Auftreten des ersten Falles im Januar eine Meldepflicht für das Schmallenberg-Virus eingeführt (wir berichteten). Nun gelte diese Regelung auch bundesweit, berichtete die Mainzer Ressortchefin. Der Bundesrat habe einer entsprechenden Verordnung am Freitag zugestimmt. Rheinland-Pfalz beteilige sich zudem an einer Studie des Friedrich-Löffler-Instituts. Diese soll laut Ministerin Höfken das neue Virus und seine mögliche Bekämpfung besser erforschen.

Noch am 10. Februar dieses Jahres hatte es in Rheinland-Pfalz erst 29 bestätigte Fälle gegeben. Der Erreger verursacht Fehlgeburten bei Schafen, bei Rindern und bei Ziegen sowie Missbildungen bei Lämmern und bei Kälbern.

Übertragen wird das Schmallenberg-Virus vermutlich durch stechende Insekten. Nach bisherigen Erkenntnissen ist es laut rheinland-pfälzischem Landwirtschaftsministerium für Menschen ungefährlich.



Benannt ist der Erreger nach dem Ort des ersten Virus-Nachweises im Sauerland. dpa