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Saarland und Luxemburg "besorgt" über Cattenom

Luxemburg. Die Regierungschefs von Saarland und Luxemburg, Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) und Jean-Claude Juncker, sind "besorgt" über den Störfall im französischen Atomkraftwerk Cattenom (wir berichteten). Beide verlangen von Frankreich Aufklärung über die Ursachen des Zwischenfalls in dem AKW unweit der französisch-deutsch-luxemburgischen Grenze

Luxemburg. Die Regierungschefs von Saarland und Luxemburg, Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) und Jean-Claude Juncker, sind "besorgt" über den Störfall im französischen Atomkraftwerk Cattenom (wir berichteten). Beide verlangen von Frankreich Aufklärung über die Ursachen des Zwischenfalls in dem AKW unweit der französisch-deutsch-luxemburgischen Grenze. Zugleich machten Juncker und Kramp-Karrenbauer gestern klar, dass sie die dauerhafte Stilllegung der Atomanlage wünschen."Wir haben uns über die Vorkommnisse in Cattenom unterhalten und möchten unsere Besorgnis über die Vorfälle dort zum Ausdruck bringen", sagte Juncker nach einem Gespräch mit Kramp-Karrenbauer. "Wir möchten hier nicht in Panikstimmung machen, sind aber trotzdem entschlossen, von der französischen Seite die Erklärungen einzufordern, die wir brauchen." Es gehe um die Frage, ob es sich "um einen momentanen Defekt handelt, der entdeckt wurde, oder ob es sich dabei um Konstruktionsfehler handelt". Darüber sei absolute Klarheit nötig.

Kramp-Karrenbauer sagte, sie teile die Besorgnis. Wichtig sei zu wissen, ob es sich um einen "aktuellen Vorfall" oder "um Konstruktionsmängel" handele. "Wir sind uns einig, dass natürlich die Abschaltung von Cattenom die beste der Möglichkeiten ist. Wir wissen aber auch um die Verfasstheit der französischen Energiepolitik." dpa