| 23:10 Uhr

Riedelberg macht Weg frei für vier weitere Windräder

Riedelberg. Vier Windräder drehen sich bereits seit geraumer Zeit oberhalb der Kunzenklamm im Wind und erzeugen "grünen Strom". Jetzt sollen vier weitere Windräder folgen. Die allerdings mit einer Nabenhöhe von 138 Metern, statt den bisherigen 98 Metern. Damit soll die Windausbeute noch effektiver werden

Riedelberg. Vier Windräder drehen sich bereits seit geraumer Zeit oberhalb der Kunzenklamm im Wind und erzeugen "grünen Strom". Jetzt sollen vier weitere Windräder folgen. Die allerdings mit einer Nabenhöhe von 138 Metern, statt den bisherigen 98 Metern. Damit soll die Windausbeute noch effektiver werden. Doch wegen dieser baulichen Änderung musste der bestehende, rechtskräftige Bebauungsplan geändert werden. Dieses Änderungsverfahren hat gestern Abend mit dem Satzungsbeschluss des Rates sein vorläufiges Ende gefunden. Obwohl ein Bebauungsplan für acht Windkraftanlagen besteht, finden die noch fehlenden vier Windräder in diesem Planwerk keine Rechtsgrundlage. Grund sind die Änderungswünsche des Windparkbetreibers. "Mit der höheren Nabenhöhe haben wir Vorteile, weshalb wir uns zur Änderung des Bebauungsplanes durchgerungen haben", so ein Vertreter des Betreiberunternehmens. Das jedoch setzte wiederum ein umfangreiches Verfahren voraus, das mit dem Aufstellungsbeschluss zur Änderung des Bebauungsplanes eröffnet und mit dem Satzungsbeschluss nach den Vorschriften des Baugesetzbuchs beendet wurde. Die Träger öffentlicher Belange konnten gestern Abend nochmals ihre Bedenken gegen die Änderung geltend machen, ohne jedoch dabei den Rat zu überzeugen. Sie wurden, soweit eingegangen, zurückgewiesen, wie beispielsweise der Bottenbacher Einwand, es seien Lärmbeeinträchtigungen zu erwarten. Fragen zu Schattenwurf oder Lärm werden zudem nochmals in einem gesonderten Genehmigungsverfahren geprüft. Der Beschluss zur Änderung des Bebauungsplanes erfolgte einstimmig.Zu Beginn hoben die Räte einstimmig die Steuerhebesätze für die Grundsteuer an, wie von der Verwaltung vorgeschlagen. Der Hebesatz für die Grundsteuer A steigt von 280 auf 285 Prozent, der für die bebauten und bebaubaren Grundstücke (Grundsteuer B) von 320 auf 338 Prozent. cos