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Rheinland-Pfalz kauft Grafiken aus dem Slevogt-Nachlass

Mainz/Edenkoben. Nach jahrelangen Verhandlungen hat das Land Rheinland-Pfalz den kompletten grafischen Nachlass des impressionistischen Malers Max Slevogt (1868-1932) erworben. Mit den Erben des Künstlers sei die Übergabe von rund 2000 Skizzen und Zeichnungen vereinbart worden, teilte das Mainzer Kulturministerium gestern mit. epd

Der Aufkauf wurde auch mit dem Geld der Kulturstiftung der Länder und der Sparkassenstiftung Südliche Weinstraße finanziert. Einzelheiten sollen in der kommenden Woche in Mainz bekanntgegeben werden.

Einige herausragende Objekte aus dem Slevogt-Grafik-Nachlass sind bereits seit dem Frühjahr und noch bis zum 12. Oktober in einer Sonderausstellung im Mainzer Landesmuseum zu sehen. Bereits in den 1970er Jahren hatte das Land Rheinland-Pfalz 121 Gemälde aus dem Erbe des Malers erworben, die gewöhnlich größtenteils in der "Villa Ludwigshöhe" im südpfälzischen Edenkoben zu sehen sind. Vor drei Jahren kaufte es den Slevogt-Erben den kompletten schriftlichen Nachlass des Malers ab. Für die rund 3700 hand- und maschinengeschriebene Dokumente wurden 150 000 Euro gezahlt.

Max Slevogt zählt gemeinsam mit Max Liebermann und Lovis Corinth zu den bedeutendsten impressionistischen Malern aus Deutschland. Der in Landshut geborene Künstler hatte im Jahr 1914 ein Herrenhaus oberhalb des pfälzischen Dorfes Leinsweiler am Rand des Pfälzerwaldes als Sommersitz erworben. Dort entstanden in den Folgejahren auch viele seiner Werke. Der "Slevogthof" befindet sich heute in Privatbesitz.