| 22:17 Uhr

Reifenberg setzt auf seine Menschen

 Michaela Hüther überlegt, ob aus dem Kindergarten eine Begegnungsstätte werden kann. Foto: jam
Michaela Hüther überlegt, ob aus dem Kindergarten eine Begegnungsstätte werden kann. Foto: jam
Reifenberg. In Reifenberg gibt es immer viel zu tun. Die Gemeinde kann sich bei allen Arbeiten im Dorf stets auf die Hilfe der Einwohner verlassen. Diesen zollt deshalb Ortsbürgermeisterin Michaela Hüther großes Lob. So wurde in der Nähe des Kindergartens "Apfelbäumchen" ein Spielplatz angelegt. Besonders die große Vogelnest-Schaukel sei bei den Kindern beliebt Von Merkur-Mitarbeiter Norbert Rech

Reifenberg. In Reifenberg gibt es immer viel zu tun. Die Gemeinde kann sich bei allen Arbeiten im Dorf stets auf die Hilfe der Einwohner verlassen. Diesen zollt deshalb Ortsbürgermeisterin Michaela Hüther großes Lob. So wurde in der Nähe des Kindergartens "Apfelbäumchen" ein Spielplatz angelegt. Besonders die große Vogelnest-Schaukel sei bei den Kindern beliebt. Außerdem gibt es auf dem Areal neben den herkömmlichen Spielgeräten noch einen Sandbagger. Insgesamt wurden 7000 Euro in das Projekt investiert. Demnächst soll der Abschluss der Arbeiten im Rahmen eines Spielplatzfestes gebührend gefeiert werden.Geplant ist in der nächsten Zeit vor allem die Sanierung der Friedhofshalle. Besonders die Toiletten und die Sockelfliesen sind laut Hüther sehr renovierungsbedürftig. Zudem sei der Lagerraum in die Jahre gekommen. Auch hier will sie die ehrenamtlichen Helfer "mit ins Boot holen", wie das beim Dorfgemeinschaftshaus geschehen ist. Derzeit werde die Nordseite des Gebäudes von den Schützen auf Vordermann gebracht.

Auch in Sachen DSL gibt es Fortschritte: Da die Versorgung des Ortes mit Glasfaser zu teuer ist, setzt die Ortsbürgermeisterin auf eine Funklösung. Geplant ist in Reifenberg zudem, nach und nach die gewohnten Quecksilber-Dampflampen durch Natrium-Dampflampen mit ihrem gelben Licht zu ersetzen. Ein Grund für den Austausch ist, dass die neuen Leuchten immer gleichmäßig brennen. Die Quecksilber-Dampflampe werde auf Dauer immer schwächer. Dies ist, sagt die Ortsbürgermeisterin, bei den Natrium-Dampflampen nicht der Fall. Sie behalten ihre Stärke, bis sie kaputt sind. Begeistert zeigt sich Hüther von der neuen Beleuchtung im Kreuzungsbereich der Ortsmitte, wo die Pfalzwerke bereits neue Lampen installiert haben. Dies komme vor allem dem Dorffest zu Gute, das am 13. und 14. August steigen soll.

Ein größeres Vorhaben ist in zwei Jahren der Ausbau der Ortsdurchfahrt und der Kapellenstraße. Hierüber werden die Anlieger in einer Versammlung umfassend informiert. Auch der Bergweg in Richtung Pfarrhöfchen soll eine neue Teerschicht erhalten.



Die Beschilderung des Kapellenweges hat bereits begonnen. Erste Station ist allerdings nicht das weithin sichtbare Kapellchen oberhalb des Ortes, sondern das Pfarrhöfchen Richtung Reifenberg und Battweiler. Die Ortsbürgermeisterin ist stolz, dass es in Reifenberg relativ wenige Leerstände gibt. Trotzdem macht sie sich Gedanken, wie die Gemeinde in 30 Jahren ausschaut: "Das Durchschnittsalter könnte dann relativ hoch sein." Ein Herzstück der Gemeinde ist deshalb Hüthers Ansicht nach der Kindergarten, der besonders junge Familien in den Ort lockt. Nach der Vorstellung der Bürgermeisterin könnte der Kindergarten aber auch zu einer Begegnungsstätte ausgeweitet werden.

Zur Person

Michaela Hüther ist 47 Jahre alt. Die gebürtige Reifenbergerin hat lange Jahre bei der Post gearbeitet. Heute ist sie Hausfrau. Sie ist verheiratet und hat einen erwachsenen Sohn. Die CDU-Politikerin ist seit 1999 Ortsbürgermeisterin und gehört seit dieser Zeit auch dem Gemeinderat an. Im Verbandsgemeinderat Thaleischweiler-Fröschen führt Hüther seit einigen Jahren die Fraktion ihrer Partei. In ihrer Freizeit beschäftigt sie sich mit Handarbeiten, spielt Akkordeon und läuft gerne. nob