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Prozess um Rocker-Racheakt: Polizei wappnet sich

Kaiserslautern. Absperrungen und strenge Einlass-Kontrollen: Am Dienstag beginnt in Kaiserslautern der Prozess um einen Mord im Rockermilieu. Um Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Gruppen zu verhindern, hat die Polizei rund um das Landgericht Durchfahr- und Parkverbote verhängt. Vor Gericht verantworten muss sich ein 29-jähriges Mitglied der Hells Angels

Kaiserslautern. Absperrungen und strenge Einlass-Kontrollen: Am Dienstag beginnt in Kaiserslautern der Prozess um einen Mord im Rockermilieu. Um Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Gruppen zu verhindern, hat die Polizei rund um das Landgericht Durchfahr- und Parkverbote verhängt. Vor Gericht verantworten muss sich ein 29-jähriges Mitglied der Hells Angels. Zusammen mit zwei Komplizen soll er den Chef einer Gruppe von rivalisierenden Outlaws erstochen haben.Die Hells Angels stehen derzeit bundesweit im Fokus der Sicherheitsbehörden. In Berlin und Brandenburg gab es am Mittwoch Razzien gegen sie, die Hauptstadt hat auch eine ihrer Gruppen verboten. Mehrere Innenminister befürworten inzwischen ein bundesweites Verbot von Vereinen, in denen sich auch die Rockerbande organisiert.

Mitten im Weihnachtstrubel 2009 hatte der erste Prozess vor dem Landgericht um den Mord an einem Outlaw Kaiserslautern in einen Ausnahmezustand versetzt. Rund 1000 Rocker waren in der Stadt unterwegs. Die Polizei setzte Hundertschaften ein, um einen Schlagabtausch zwischen beiden Seiten zu verhindern.

Für das zweite Verfahren in dem Fall rechnet die Polizei zwar mit einem geringeren Interesse auf Rockerseite. Dennoch sind scharfe Sicherheitsvorkehrungen verhängt worden, die auch für das Betreten des Gerichtssaals gelten: Alle Besucher sollen auf Waffen kontrolliert werden. dpa