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Prozess um Rachemord im Rocker-Milieu

Kaiserslautern. Der erste Prozess hatte die Stadt in einen Ausnahmezustand versetzt: In Kaiserslautern beginnt morgen ein weiteres Gerichtsverfahren wegen eines Mordes im Rockermilieu vor drei Jahren. Der mutmaßliche Haupttäter war ins Ausland geflohen und hatte sich erst Ende vergangenen Jahres gestellt

Kaiserslautern. Der erste Prozess hatte die Stadt in einen Ausnahmezustand versetzt: In Kaiserslautern beginnt morgen ein weiteres Gerichtsverfahren wegen eines Mordes im Rockermilieu vor drei Jahren. Der mutmaßliche Haupttäter war ins Ausland geflohen und hatte sich erst Ende vergangenen Jahres gestellt. Wegen gemeinschaftlichen Mordes an dem Chef einer rivalisierenden Bande muss er sich nun vor dem Landgericht verantworten. Der 29-Jährige gehört den Hells Angels an, einer Bande, gegen die die Polizei zuletzt in Berlin und Brandenburg mit Razzien vorgegangen ist. Mehrere Innenminister haben sich zudem für ein bundesweites Verbot von Vereinen ausgesprochen, aus denen auch die Hells Angels bestehenDem in Kaiserslautern angeklagten Hells-Angels-Rocker wird vorgeworfen, in der Nacht zum 27. Juni 2009 auf einer Landstraße im Donnersbergkreis den 45-jährigen Präsidenten einer neu gegründeten Outlaw-Gruppe gestoppt und erstochen zu haben. Zwei seiner Komplizen waren im vergangenen Mai zu hohen Haftstrafen verurteilt worden.

Beim Auftakt des Prozesses gegen sie hatten vor zweieinhalb Jahren rund 1000 Rocker die Stadt belagert. dpa