| 22:25 Uhr

Protestantische Kirchengemeinde feiert

Die evangelische Kirche in Brenschelbach. Foto: Schwalm
Die evangelische Kirche in Brenschelbach. Foto: Schwalm
Brenschelbach. Am 18. Juni 1950 wurde nach der Wiederherstellung die Brenschelbacher Kirche wieder eingeweiht. Die Protestantische Kirchengemeinde erinnert an diesem Samstag, 19. Juni, an dieses Ereignis. Am Nachmittag wird es um 14.30 Uhr eine Kirchenführung geben. Dabei geht es insbesondere um die Brenschelbacher Kirchenfenster. Danach gibt es Kaffee und Kuchen

Brenschelbach. Am 18. Juni 1950 wurde nach der Wiederherstellung die Brenschelbacher Kirche wieder eingeweiht. Die Protestantische Kirchengemeinde erinnert an diesem Samstag, 19. Juni, an dieses Ereignis. Am Nachmittag wird es um 14.30 Uhr eine Kirchenführung geben. Dabei geht es insbesondere um die Brenschelbacher Kirchenfenster. Danach gibt es Kaffee und Kuchen. Nach dem Gottesdienst, der um 17 Uhr beginnt, findet ein kleiner Festempfang statt, der an diesen Tag erinnern soll.Im Zweiten Weltkrieg hat die Kirche schwere Beschädigungen davongetragen. Zum Ende des Krieges war der Ort Kampfgebiet, die Kirche diente deutschen Einheiten als Kino und war so Ziel gegnerischer Fliegerangriffe. Die Kirche war ohne Dach und Fenster, die Decke dem Einsturz nahe, die Orgel zerstört, das Gestühl von Geschossen schwer beschädigt, die Portale verschwunden, der Turm ohne Schiefer und die Umfassungsmauern eingerissen. Die Pfarrbücherei, die Kirchenbibeln, Altardecke, Talar und die heiligen Geräte gingen verloren. Ein katholischer, französicher Militärgeistlicher fand noch einen der beiden über hundert Jahre alten echt silbernen Abendmahlsbecher, den er 1940 der erstmals heimgekehrten Gemeinde wieder zukommen ließ. Nach der zweiten Rückkehr waren 80 Prozent der Häuser ganz oder teilweise zerstört. Rund zwei Millionen Franken waren erforderlich, das Gotteshaus wiederherzustellen. Zunächst musste es vor dem völligen Verfall gerettet werden und zum gottesdienstlichen Gebrauch hergerichtet werden. Blechziegel und notdürftige Verglasung besorgte die Gemeinde, für die Erhaltung des Turmes sorgte die Regierung des Saarlandes. Mit der Wiedereinweihung am 18. Juni 1950 hatte die 451 Seelen zählende Gemeinde ihren Wiederaufbau beendet. Die heutigen Fenster in Bleifassungen wurden von György Lehoczky gestaltet und 1956 durch die Firma Wenzel aus Saarbrücken eingebaut. Die Kosten betrugen 560 000 französiche Franc. red