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Polizei verstärkt Präsenz im Grenzbereich

Hornbach/Riedelberg. Aufmerksamen Bürgern an der deutsch-französischen Grenze von Hornbach über Bottenbach, Kröppen und Vinningen bis nach Eppenbrunn ist in den vergangenen Wochen eine verstärkte Polizeipräsenz aufgefallen. Martin Sema, Sprecher der Polizeidirektion Pirmasens, erklärt: „Von November bis Januar ist die Zahl der Wohnungseinbrüche in dieser Region stark angestiegen. Hans Hurth

" In diesem Zeitraum wurden 14 Straftaten gezählt, im Februar zusätzlich fünf weitere Einbrüche und Einbruchsversuche, was eine Verunsicherung der Bevölkerung nach sich zieht. Auch die Zusammenarbeit mit der Gendarmerie in Bitsch funktioniere gut. Zu Festnahmen sei es allerdings noch nicht gekommen, sagte Sema, dennoch liegen Erkenntnisse vor, dass es sich nicht um französische Täter handele. Die Polizei und Gendarmerie vermuten eher Täter aus dem osteuropäischen Raum. Dafür sprächen die Erfahrungen aus dem Saarland und dem nördlichen Rheinland-Pfalz an der Grenze zu Luxemburg, wo noch mehr Einbruchdiebstähle erfasst werden. "In dieser Hinsicht profitieren wir hier von unserer abseits gelegenen Grenzlage", ist Sema überzeugt. Das Lagebild in der Südwestpfalz spreche auch dafür, dass die Einbruchszahl seit Februar rückläufig ist. An den häufigen Streifenfahrten der Polizeiinspektion Pirmasens und Zweibrücken werde sich zunächst aber nichts ändern.

Als gute Präventionsmaßnahmen beschreibt die Polizei eine erhöhte Aufmerksamkeit der Einwohner. "So erhalten wir immer wieder Anrufe, wenn in Wohngebieten Autos mit fremden Kennzeichen auffallen, die sehr langsam fahren. Mit unseren polizeitechnischen Möglichkeiten können wir sehr schnell den Halter identifizieren und entsprechend reagieren," sagt der Pressesprecher. Aber noch hilfreicher zur Verhinderung von Wohnungseinbrüchen sind aufmerksame Nachbarn. Dabei erinnert er sich an einen Fall in Kröppen, wo eine Frau im Nachbargarten eine unbekannte Person entdeckte und durch ihr lautes Schreien den vermeintlichen Täter vertrieb.