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Polizei-Razzia bei Rechtsradikalen in Rheinland-Pfalz

Ludwigshafen. Um ein bundesweites Treffen von Rechtsradikalen zu verhindern, hat die Polizei gestern unter anderem in der Pfalz Wohnungen von Mitgliedern der Jungen Nationaldemokraten durchsucht. Dabei seien rechtsextremistische Unterlagen der "IG Fahrt und Lager" sichergestellt worden, teilte das Landeskriminalamt Hannover mit

Ludwigshafen. Um ein bundesweites Treffen von Rechtsradikalen zu verhindern, hat die Polizei gestern unter anderem in der Pfalz Wohnungen von Mitgliedern der Jungen Nationaldemokraten durchsucht. Dabei seien rechtsextremistische Unterlagen der "IG Fahrt und Lager" sichergestellt worden, teilte das Landeskriminalamt Hannover mit. Es handele sich anscheinend um eine Nachfolgeorganisation der im März 2009 verbotenen "Vereinigung Heimattreue Jugend" (HDJ). Durchsucht wurden Wohnungen in Ludwigshafen, Bad Dürkheim, Heidelberg (Baden-Württemberg), Osnabrück (Niedersachsen) und Oranienburg (Brandenburg). Bei dem Treffen hätte die Gefahr der Volksverhetzung und der Gefährdung von Kindern und Jugendlichen bestanden. Ermittlungen hatten ergeben, dass sich ehemalige Mitglieder der HDJ in Führungspositionen der "IG Fahrt & Lager" organisiert hatten. Unter dem Deckmantel der Jungen Nationaldemokraten hätten diese Aktivitäten wie zuvor bei der HDJ unternommen. Ziel der Polizeiaktion war es, ein erstes bundesweites "Jahreswechsellager" zu verhindern, das sich hauptsächlich an Kinder und Jugendliche richten sollte. Dabei hätten neben Volksverhetzung Straftaten wie Verstöße gegen das Uniformverbot gedroht sowie eine erhebliche Jugendgefährdung. dpa