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Saarbrücker Straßenstrich
Polizei hat Lebenszeichen von entführter Prostituierter

Die Polizei suchte unter anderem nach einem dunklen BMW mit französischen Kennzeichen.
Die Polizei suchte unter anderem nach einem dunklen BMW mit französischen Kennzeichen. FOTO: BeckerBredel
Saarbrücken. Im Fall der vor mehr als zwei Wochen vom Saarbrücker Straßenstrich entführten Prostituierten hat die Polizei jetzt ein Lebenszeichen. „Der Frau geht es gut. Von Michael Jungmann

Wir wissen, wo sie ist“, teilte Polizeisprecher Stephan Laßotta auf Anfrage mit. Nähere Angaben, insbesondere zum Aufenthaltsort und den näheren Umständen, lehnte er „aus ermittlungstaktischen Gründen“ ab. Daraus lässt sich schließen, dass die Frau sich im Ausland aufhält, möglicherweise gegen ihren Willen festgehalten wird. Die Ermittlungen des Dezernates gegen Menschenhandel dauern an, so der Polizeisprecher. Ermittelt wird demnach unter anderem wegen Freiheitsberaubung.

Die Frau war nach Zeugenangaben am Samstag, 30. November, gegen 22.30 Uhr auf dem Saarbrücker Straßenstrich in der Dudweiler Straße von mehreren Männern in ein Auto gezerrt worden. Die Polizei suchte unter anderem nach einem dunklen BMW mit französischem Kennzeichen. Mit Unterstützung des Spezialeinsatzkommandos (SEK) waren zum Monatsbeginn auch mehrere Orte, an denen sich die Frau aufhalten könnte, ohne Erfolg durchsucht worden. Möglicher Hintergrund des Vorfalles, so hieß es, könnten Rivalitäten im Saarbrücker Rotlichtmilieu sein.