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Friedensakademie Rheinland-Pfalz in Landau
Pfälzisches Forschen für den Frieden

Landau. Die Friedensakademie Rheinland-Pfalz in Landau hat sich mit neuer Geschäftsführung vorgestellt. Was sind die kommenden Pläne der Einrichtung? epd

Nach einer fünfjährigen Aufbauphase sieht sich sich die Friedensakademie Rheinland-Pfalz in Landau mit einer neuen Geschäftsführung und durch die feste Anbindung an die Universität Koblenz-Landau stabilisiert. In den kommenden Jahren wolle die Einrichtung ihre Schwerpunkte vertiefen, sagte die neue Geschäftsführerin Charlotte Dany. Dazu zählten die Erforschung von Umwelt- und Ressourcenkonflikten, Krisenprävention  und die Auswirkungen globaler Probleme wie Klimawandel oder humanitäre Krisen auf die Region. Veranstaltungen sollen die Forschungsergebnisse vermehrt in die Öffentlichkeit tragen.

Die Friedensforschung werde künftig aufgrund internationaler Krisen wichtiger werden, sagte die 40-jährige Expertin für humanitäre Hilfe und Entwicklungspolitik. Ziel sei es, die wissenschaftliche Forschung zu fördern und in der Gesellschaft ein größeres Bewusstsein für Friedensthemen zu schaffen. Die Akademie wolle die friedenspolitischen Aktivitäten in Rheinland-Pfalz unterstützen sowie Strategien des Konflikt- und Krisenmanagements ausbauen, ergänzte der Vorsitzende des Trägervereins, der emeritierte Landauer Politikwissenschaftler Ulrich Sarcinelli. Dabei arbeite die Einrichtung mit zivilgesellschaftlichen Gruppen, den Kirchen und Schulen zusammen. Um ein breites Publikum zu erreichen, lädt die Akademie etwa zu den „Landau Peace Lectures“ ein, die sich mit aktuellen Themen der Friedenspolitik beschäftigen, oder veranstaltet Workshops.

Träger und Unterstützer der Friedensakademie war seit der Gründung bis 2018 ein gemeinnütziger Verein. Seit Januar 2019 ist die Friedensakademie eine Einrichtung der Universität Koblenz-Landau. Der Trägerverein werde zukünftig die Arbeit der Akademie als Förderverein unterstützen, sagte der frühere Vizepräsident der Universität Sarcinelli. Dem Förderverein gehören weiterhin Vertreter der Arbeitsstelle Frieden und Umwelt der pfälzischen Landeskirche sowie der Evangelischen Akademie der Pfalz an.



Die Friedensakademie sei nach anfänglicher Kritik der CDU-Opposition an dem angeblich rot-grünen Prestigeprojekt der Landesregierung als unabhängige und ernstzunehmende Forschungseinrichtung anerkannt, sagte Sarcinelli. Rund 300 000 Euro jährlich erhalte die Akademie mit ihrem achtköpfigen Team aus dem Budget der Uni. Seit ihrer Gründung im Jahr 2014 habe sie Drittmittel von insgesamt rund 300 000 Euro vor allem für die nationale und internationale Feldforschung und Veranstaltungen eingeworben. Die Einrichtung geht auf eine Initiative der rheinland-pfälzischen Landesregierung zurück.

www.uni-koblenz-landau.de/de/friedensakademie