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Plädoyers in Prozess um Raubmord von Ranschbach erwartet

Landau. Fast acht Monate nach einem Raubmord im südpfälzischen Ranschbach geht der Prozess gegen zwei der vier mutmaßlichen Täter dem Ende entgegen. Heute werden vor dem Landauer Landgericht die Plädoyers von Staatsanwaltschaft, Verteidigung und Nebenklage erwartet. Zuvor muss das Gericht noch über Beweisanträge der Verteidiger entscheiden

Landau. Fast acht Monate nach einem Raubmord im südpfälzischen Ranschbach geht der Prozess gegen zwei der vier mutmaßlichen Täter dem Ende entgegen. Heute werden vor dem Landauer Landgericht die Plädoyers von Staatsanwaltschaft, Verteidigung und Nebenklage erwartet. Zuvor muss das Gericht noch über Beweisanträge der Verteidiger entscheiden. Angeklagt sind drei junge Männer, die an dem Überfall auf ein Weingut im November 2011 beteiligt gewesen sein sollen. Bei der Tat starb der 17-jährige Enkel des Winzer-Paares nach mehreren Messerstichen.Der Hauptverdächtige ist bislang noch nicht angeklagt worden, da er nach dem Überfall in den Libanon floh und erst vor wenigen Tagen ausgeliefert wurde. Er gestand am vergangenen Freitag, für den Tod des 17-Jährigen verantwortlich zu sein. Das Verfahren gegen einen 21-jährigen Angeklagten, der das Fluchtauto gefahren haben soll, wird möglicherweise abgetrennt. Sein Verteidiger hat ein psychiatrisches Gutachten beantragt. Die 17- bis 21-Jährigen sollen es auf Geld abgesehen haben. Eigenen Aussagen zufolge vermuteten sie aufgrund von Gerüchten 60 000 Euro in dem Weingut. dpa