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Ökumenischer Kreuzweg durch Zweibrücken

 Szene von der Kreuzwegbegehung am Standort der einstigen Synagoge. Foto: Margarete Lehmann
Szene von der Kreuzwegbegehung am Standort der einstigen Synagoge. Foto: Margarete Lehmann
Zweibrücken. Diese Aktion des Nachstellens oder Nachgehens des Kreuzweges geht auf eine Idee der deutschen Bischofkonferenz und des Bundesvorstands der Deutschen Katholischen Jugend zurück. Die Aktion soll in der Passionszeit stattfinden Von Merkur-Mitarbeiter Peter Fromann

Zweibrücken. Diese Aktion des Nachstellens oder Nachgehens des Kreuzweges geht auf eine Idee der deutschen Bischofkonferenz und des Bundesvorstands der Deutschen Katholischen Jugend zurück. Die Aktion soll in der Passionszeit stattfinden. Pfarrer Günter Sifft von der Protestantischen Kirchengemeinde Zweibrücken Mitte und Kaplan Marco Gabriel von Heilig Kreuz einigten sich für diese ökumenische Veranstaltung auf gestern Abend.15 Gläubige sind gekommen. Der Kreuzweg umfasst hier sieben Stationen, drei werden im Bonhoefferhaus begangen, zwei am Standort der früheren Synagoge und zwei in der Alexanderskirche. Zu einem Plakat mit einem modernen Gemälde, zur jeweiligen Situation passend, wird gesungen, werden Texte verlesen, eine Version schildert das Geschehen durch die Augen Jesu betrachtet.

Leider sind keine Menschen auf der Straße unterwegs, die sich angesprochen fühlen könnten. "Es ist ein Anfang, ein Versuch", sagt Günter Sifft.

Stefanie Alt ist in der Kirchengemeinde ehrenamtlich tätig. Sie sagt: "Ich finde diese Veranstaltung wichtig, sie schlägt eine Brücke aus der Hetze des Alltages zu einer besinnlichen Stunde. Gerade in der heutigen politischen Situation ist das für die Menschen nötig". Nach dem Begehen des Kreuzweges konnte ein Plakat neu gestaltet werden. Und ein Erinnerungsband wurde verteilt. "Das Armband soll Anregung geben, innezuhalten und vielleicht nachzufragen: Mit welchen Augen würde Jesus auf diese oder jene Situation schauen?" sagt der Pfarrer.



Eine Veranstaltung, die alle Teilnehmer beeindruckte. Sei alle sind schon länger ins kirchliche Geschehen eingebunden. Eine Jugendband trug bekannte Lieder vor.