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Neugeborenes im Bach getötet: Mutter angeklagt

Bad Kreuznach. Weil sie ihr Neugeborenes vor mehr als zwölf Jahren in einem Bach getötet haben soll, muss sich eine 40-Jährige nun vor dem Landgericht Bad Kreuznach verantworten

Bad Kreuznach. Weil sie ihr Neugeborenes vor mehr als zwölf Jahren in einem Bach getötet haben soll, muss sich eine 40-Jährige nun vor dem Landgericht Bad Kreuznach verantworten. Die Frau soll das Mädchen 1998 umgebracht haben, weil es an beiden Füßen sechs Zehen und an der rechten Hand sechs Finger hatte und sie die Reaktion ihrer Familie fürchtete, teilte die Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach am Montag mit. Nach der jetzt erhobenen Anklage wegen Totschlags hatte die Frau ihr Kind nach einer heimlichen Geburt in ein Tuch gewickelt und es in einen Bach im Kreuznacher Schlosspark geworfen. Dabei erlitt das Baby eine doppelte Schädelfraktur und starb. Auf die Spur der Frau brachte die Polizei nun ein Tipp des Ex-Ehemannes, der einen Vaterschaftstest ablegte. Nach dem positiven Ergebnis der DNA-Analyse legte die 40-Jährige ein Geständnis ab. Bereits 1998 war sie von den Ermittlern befragt worden, weil in ihrer Familie die Anomalie der sechs Zehen und sechs Finger vorkam. Damals hatte die Frau aber bestritten, die Mutter zu sein und dies mit einem ärztlichen Attest belegt. Der Prozess soll im Winter 2010/2011 beginnen. dpa