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Neuer Martinshöher Dorfplatz wird mit großer Sause eröffnet

Martinshöhe. Der fast fertige Dorfplatz in Martinshöhe wird über die Pfingsttage eingeweiht. Mit einem riesigen Fest, das die ortsansässige Künstleragentur Comet auf die Beine stellt. Drei Tage lang wird gefeiert.

"Wir sind fast durch und haben allen Grund zum Feiern", so die Martinshöher Bürgermeisterin Barbara Schommer im Gespräch mit dem Merkur zu dem, was die Restarbeiten für den Dorfplatz gegenüber der historischen Kirche angeht und dem Programm, das über die Einweihungsfesttage an Pfingsten auf die Beine gestellt wird.

Der im Ort heimische Künstleragenturinhaber Heinz Laborenz ließ alle seine Beziehungen spielen und will über die drei Festtage mit vielen Aktivitäten nicht nur die Dorfbevölkerung, sondern zugleich viele auswärtige Veranstaltungsbesucher nach Martinshöhe locken.

Er sei sich der Verantwortung bewusst, sagt Heinz Laborenz. Er weiß es zu schätzen, dass die Mitglieder des Gemeinderates den gesteckten Kostenrahmen und Programmgestaltung mittragen. Im Rat war die Rede von 11 000 Euro, die an Laborenz' Comet-Gastspiele gehen sollen. Barbara Schommer: "Es war von Anfang an klar, dass die Gemeinde aufgrund der finanziellen Lage sich an Kosten für die sehr breitgefächerten Aktivitäten zu unseren Einweihungsfesttagen nicht beteiligen kann. Aber, der Heinz Laborenz hat eben nicht nur seine Beziehungen zu den Künstlern, er ließ diese zudem bei der Frage nach Sponsoren spielen. Wir sind für das große Engagement von Heinz Laborenz und seiner Ehefrau Maria Gemmel-Laborenz sehr dankbar. Sie bringen sich nicht nur als Moderatoren und singendes Duo ein, sie werden auch dafür Sorge tragen, dass die Sponsorengelder fließen." Dass überregional bekannte Gruppen und Bands, wie etwa die Reindeers aus Karlsruhe - einer Band die Rock aus den 50er Jahren regelrecht zelebriert - nicht für umme in die Westpfalz reisen, versteht sich von selbst. Heinz Laborenz: "Jetzt, wo die Ratsmitglieder das alles abgesegnet haben, werden schnellstens die Verträge geschlossen und dann geht an Pfingsten mächtig die Post ab auf dem neuen Dorfplatz."

Auftakt dabei wird an Pfingstsamstag ein Festakt mit zahlreichen Ehrengästen sein. Dazu singt der Männergesangverein. Danach ist Party angesagt. Heinz Laborenz: "Wir leiten zur Partystimmung pur nahtlos über. Geplant ist eine "Wies'n-Party" mit einer Liveband und einem DJ Ötzi-Double.

Mit Frühschoppen und Livemusik beginnt der Sonntag. Dieser wird viele Höhepunkte für alle bieten, die Kleinen wie die Großen. Es soll bewusst an die "Goldenen 50er Jahre" erinnert werden. Optisch mit einem Oldtimertreffen , zu dem viele chromblitzende Vehikel der Nachkriegsjahre und solche aus den Jahren davor erwartet werden. Passend dazu die Musik unter dem Motto "Pferdeschwanz und Pettycoat". Erwartet wird dazu die beliebte Band "Reindeers" aus Karlsruhe, ein Elvis-Double und Boogietänzer. Der Montag wird mit einem Gottesdienst eröffnet. Der Chor Novus Cantus wird singen. Am Nachmittag gibt es nochmals ein "Buntes Programm" für alle, insbesondere Senioren. Zaubermaus "Lara" stimmt ein. Die saarländische Mundartkomödiantin "Frau Schibbestiel" wird für Furore sorgen und "Mary und Heinz" werden gleichfalls nicht fehlen. Die Ratsmitglieder waren mit einer solchen Programmgestaltung einverstanden. Laborenz' Agentur wurde beauftragt, die Verträge zu schließen. Sponsorengelder sind zur Programmfinanzierung gesichert.

Weniger Freude kam im Ortsgemeinderat beim Punkt der Aufgabenübertragung zur Unterhaltung der Wirtschaftswege an die Verbandsgemeinde Bruchmühlbach-Miesau auf. Die drei Ratsmitglieder der "Parteiunabhängigen Fraktion" (allesamt Landwirte) sprachen sich gegen eine solche Übertragung aus. Vor allem deshalb, weil die Verwaltung dafür zehn Prozent Verwaltungskosten geltend macht. Allerdings fanden sie kein Gehör und wurden überstimmt.