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Musikmix zum Schuljahresende

 Das Orchester "25 plus" des Hofenfels-Gymnasiums beim Konzert gestern Abend. Foto: leh
Das Orchester "25 plus" des Hofenfels-Gymnasiums beim Konzert gestern Abend. Foto: leh
Zweibrücken. Musizieren darf nicht in bloße Arbeit ausarten, muss Arbeit machen, darf aber den Spaß am Musizieren nicht verleugnen. Und wenn die Arbeit bei der Aufführung nicht durchscheint, dann ist die Perfektion nicht mehr weit Von Merkur-Mitarbeiter Peter Fromann

Zweibrücken. Musizieren darf nicht in bloße Arbeit ausarten, muss Arbeit machen, darf aber den Spaß am Musizieren nicht verleugnen. Und wenn die Arbeit bei der Aufführung nicht durchscheint, dann ist die Perfektion nicht mehr weit. So ähnlich drückte sich Musikpädagoge Stefan Lang aus, als er zu Beginn des Konzertes gestern Abend im Zweibrücker Hofenfels-Gymnasium das einzige klassische Stück ankündigte: Das Prelude aus L'Arlésienne von Georges Bizet, eine Schauspielmusik aus 27 kurzen Stücken. Da geht es um Liebe, Eifersucht und Tod. Daraus lässt sich glutvolle Musik machen. "Nicht leicht zu spielen", sagt der Musikpädagoge, "aber ich hoffe, ihr merkt es nicht." Und so kam es denn auch, gespielt vom Orchester "25 plus", angerundet durch rauschenden Beifall. Lässige GeigeDann nur Klarinetten zur Londonderry Air, kraftvoll. Anschließend heißt es bei einem Stück aus Star Trek Augen schließen und aufsteigen. Und dann kommt das Auge des Tigers: "Eye of the Tiger". Also ein starker Beginn mit einer Besonderheit: Ein Mädchen spielt lässig Geige mit übereinandergeschlagenen langen Beinen. So entspannt sieht man das selten oder nie. Stefan Lang fungierte dann auch als Leiter des Oberstufenchors. Er ist ein vielseitiger Musiker, spielt hervorragend Orgel, kennt die Kirchenorgeln der Umgebung gut und hat dazu eine CD herausgebracht. Mit Spirituals und Beatles-Stücken geht es weiter auf der musikalischen Reise. Auch hier eine Variante, ein hübscher Gag: "Let us break" aus dem Treppenhaus der Schule in die Aula hineingesungen. Der Titel als Bruch mit der Tradition, immer von der Bühne herabzusingen. Der Versuch fand viel Beifall, ein Experiment eben. Lukas und Nele sangen ein Duett, rein und stimmungsvoll. Und weiter frische Chormusik, sogar ein Fußballtitel von Chor und Piano. Nach einer kurzen Hitzeerfrischungspause die Jazzbands: Miniband, Combo und Big Band. Im Gespräch berichtet Matthias Wolf, der Jazzmann des Hofenfels-Gymnasiums, von der neuen CD, von der sie einige Stücke zum Besten geben. Die CD soll bald offiziell vorgestellt werden. Es wurde eine mitreißende zweite Halbzeit des Konzertabends mit "Killing me softly", "Harlem Nocturne" und so weiteren Stücken.