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Müllabfuhr im Landkreis bleibt bei Remondis

Zweibrücken/Pirmasens. Vier von fünf Müllsorten werden auch nach dem Start des neuen Abfallkonzeptes im Landkreis Südwestpfalz von Remondis eingesammelt. Lediglich bei der Verwertung der Biomasse setzte sich ein anderer Anbieter durch. glö

Ab 1. Januar wird für die Bürger im Landkreis die Abfallentsorgung nicht mehr das sein, was sie jahrzehntelang war. Die Biotonne wird neu eingeführt, die Restmülltonne nur noch einmal im Monat - wenn überhaupt - geleert und der Sperrmüll nur noch auf Abruf abgeholt. Nur eines wird sich nicht ändern: Die Müllabfuhr bleibt in den Händen der Remondis-Niederlassung Pirmasens , die sich als günstigstes Entsorgungsunternehmen erwiesen hat.

Fünf Auftragsblöcke waren von der Kreisverwaltung europaweit ausgeschrieben worden, um das neue Abfallkonzept für den Landkreis umzusetzen. Gleich vier Aufträge sicherte sich Remondis, das gegenüber mehreren Mitbewerbern die günstigsten Gebote abgegeben hat. Die Pirmasenser Remondis-Niederlassung auf dem Staffelhof wird wie bisher die graue Restmülltonne und die blaue Altpapiertonne leeren, zusätzlich aber auch die neue braune Biotonne, die jeder Haushalt ab dem 1. Januar erhält. Auch für den Sperrmüll bleibt Remondis inklusive einer Teilverwertung verantwortlich. Schließlich hat das Unternehmen der Remondis-Gruppe auch den Zuschlag für das Management der Müllbehälter erhalten, sprich es stellt die graue, blaue und braune Tonne bereit.

Der fünfte Auftrag ging an die "Kompostwerk Bauland GmbH & Co. KG" aus Hardheim-Schweinberg (Neckar-Odenwald-Kreis, die ab Januar die eingesammelte Biomasse abholt und verwertet.

Nachdem es keine Einsprüche von Konkurrenten gegeben hat, kann die Kreisverwaltung nun die künftigen Müllgebühren ab 2015 auf Grundlage der Auschreibungsergebnisse kalkulieren. Bis Monatsende sollen die Müllgebühren für das kommende Jahr endgültig stehen.

Dann soll auch eine großangelegte Informations- und Aufklärungsoffensive der Kreisverwaltung über die neue Müllabfuhr beginnen, die unter anderem auch die Verteilung einer Info-Broschüre an alle Haushalte im Landkreis vorsieht. Mit dem neuen Abfallwirtschaftskonzept des Landkreises kommen ab 1. Januar nämlich gravierende Veränderungen auf die Bürger zu. Mit dem neuen Jahr wird die Biotonne im Kreisgebiet, wie bundesweit vorgeschrieben, eingeführt. Sinn macht die Biotonne auch,

Weil die Kreisverwaltung davon ausgeht, dass zukünftig deutlich weniger Abfall in die Restmülltonne wandert, wird die Leerung der grauen Tonne auf ein Minimun begrenzt - nur vier Leerungen pro Jahr sind im Grundtarif der Abfallgebühren enthalten.