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Molter: "Miese sind hoch wie nie"

 Leere Taschen: Auch Lambsborn hat nichts als Schulden. Foto: dpa
Leere Taschen: Auch Lambsborn hat nichts als Schulden. Foto: dpa
Lambsborn. "Wo soll dieser Weg noch hinführen?" Eine Frage, die sich nicht nur Ortsbürgermeister Rudi Molter am Freitagabend bei der Entscheidung über den Lambsborner Haushaltsplan für das laufende Jahr im Ortsgemeinderat stellte. Gespart werde, wo es nur zu sparen gilt - und doch habe dies ein tiefes Loch in der Gemeindekasse nicht verhindert Von Merkur-Mitarbeiter Norbert Schwarz

Lambsborn. "Wo soll dieser Weg noch hinführen?" Eine Frage, die sich nicht nur Ortsbürgermeister Rudi Molter am Freitagabend bei der Entscheidung über den Lambsborner Haushaltsplan für das laufende Jahr im Ortsgemeinderat stellte. Gespart werde, wo es nur zu sparen gilt - und doch habe dies ein tiefes Loch in der Gemeindekasse nicht verhindert. Molter: "Miese hoch wie noch nie und Nichteingeweihte werden sich fragen: Was hod do der do vorre dran gemach?"Doch zumindest im Ortsgemeinderat hat Rudi Molter Rückendeckung, weiß doch jedes Ratsmitglied, dass die finanzielle Situation Lambsborns nicht hausgemacht ist. "Seit 2007 schreiben wir Fehlbeträge, jetzt kommen die Einbußen bei der Gewerbesteuer und die Rückgänge beim Anteil an der Einkommensteuer noch hinzu", meinte Fritz Hellriegel, der selbst einmal auf dem Stuhl des Ortsbürgermeisters saß und für die SPD zum Etat Stellung bezog. Die Handlungsspielräume für eine kleine Gemeinde in der Größenordnung von Lambsborn sind gleich Null, war sich der Rat in der allgemeinen Diskussion um die Gemeindefinanzen sicher. Für diesen Haushalt könnte niemand ein Vorwurf gemacht werden, bemerkte Hellriegel. Er hoffe, dass ein dringend notwendiges kleines Baugebiet vielleicht doch noch zu realisieren sei und die innerörtliche Flurbereinigung kein Wunschtraum für weitere Jahre bleibe. "Wir reden ja schon sehr lange darüber", erinnerte Hellriegel. Die Umlagen an die Verbandsgemeinde Bruchmühlbach-Miesau und den Landkreis Kaiserslautern zehren sämtliche Steuereinnahmen auf. Über die exakte Berechnung, vor allem, wie sich das tatsächliche Steueraufkommen der Gemeinde zusammensetzt, soll der Rat demnächst aufgeklärt werden. Bei einer Stimmenthaltung wurde dem Etat zugestimmt, der im Ergebnishaushalt Erträge von 779 000 Euro und Aufwendungen von 1,2 Millionen Euro verzeichnet sowie im Finanzhaushalt Einzahlungen von 661 000 Euro und Auszahlungen von 1,0 Millionen Euro aufweist.