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Mögliche Doppelbelastung an der Spitze

Bechhofen. Für Wirbel sorgt in Bechhofen eine Aussage von Ortsbürgermeister Paul Sefrin, wonach dieser sein derzeitiges Amt und nach einem Wahlsieg das des Verbandsbürgermeisters als "duale Aufgabe" ansieht Von Merkur-Mitarbeiter Norbert Rech

Bechhofen. Für Wirbel sorgt in Bechhofen eine Aussage von Ortsbürgermeister Paul Sefrin, wonach dieser sein derzeitiges Amt und nach einem Wahlsieg das des Verbandsbürgermeisters als "duale Aufgabe" ansieht. "Bedeutet dies, dass Sie beabsichtigen, im Falle eines Wahlsieges beide Bürgermeisterämter in Personalunion auszuüben?", fragt die Bechhofer SPD in einem offenen Brief den CDU-Kandidaten zur Wahl des Bürgermeisters der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land. Nach Auffassung der SPD ist durch die Ausübung einer doppelten Bürgermeisterschaft die Präsenz in Bechhofen nicht in dem erforderlichen Umfang gewährleistet. Dem in der Urwahl zum Ausdruck gekommenen Wählerwillen würde in diesem Fall nicht mehr entsprochen. Zudem lasse sich eine große Gemeinde wie Bechhofen nicht von Zweibrücken aus fernsteuern. Da die Ziele eines Verbands- und eines Ortsbürgermeisters oftmals unterschiedlich seien, seien Interessenkonflikte unvermeidlich.Auf Nachfrage des Merkur stellt Sefrin klar, dass er in dieser Angelegenheit noch keine Entscheidung getroffen hat: "Ich muss sowieso erst einmal mit meinen Parteifreunden darüber reden." Es sei zum einen erst einmal die Wahl am 25. März abzuwarten. Zum anderen wolle er prüfen, ob die Arbeitsbelastung als Verwaltungsleiter ihm für die Tätigkeit als Ortsbürgermeister den notwendigen Spielraum lasse. Der CDU-Politiker unterstreicht allerdings, dass viele Einwohner in Bechhofen sich ihn weiterhin als Ortsbürgermeister wünschen würden - auch wenn er künftig die Geschicke der Verbandsgemeinde leiten sollte. Foto: pma