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„Möbel Martin Naturschutzpreis“ ist 30 Jahre alt

Ensdorf. Mehr als 200 Projekte hat die Jury des "Möbel Martin Naturschutzpreises" bislang ausgezeichnet. Zum 30-jährigen Jubiläum wurden gestern in Ensdorf sieben "Dauerläufer" im Naturschutz geehrt. Gesucht waren Projekte, die sich über mehrere Jahre hinweg als nachhaltig erwiesen haben. Nora Ernst

Den ersten Platz belegte die Ortsgruppe Fechingen-Kleinblittersdorf des Naturschutzbundes (Nabu). Sie engagiert sich seit über 30 Jahren im Bliesgau und erreichte, dass rund um Kleinblittersdorf wieder Steinkäuze brüten. "Diesen langen Atem beim Naturschutz wollten wir besonders würdigen", sagte Silvia Martin, geschäftsführende Gesellschafterin des Unternehmens, bei der Jubiläumsfeier und Preisverleihung. Manfred Niekisch, Direktor des Frankfurter Zoos und Professor für Internationalen Naturschutz an der Goethe-Universität Frankfurt, der als Festredner eingeladen war, betonte, wie wichtig das Engagement des Einzelnen sei: "Wir dürfen nicht warten, bis die Politik mit ihren Entscheidungen Erfolg hat. Das ist zwar wichtig, aber es dauert viel zu lange." Die weiteren Gewinner des "Möbel Martin Naturschutzpreises": die Katharine-Weißgerber-Schule in Saarbrücken, die Caritas-Kindertagesstätte Thomas Morus ebenfalls in Saarbrücken, der Arbeitskreis für Natur- und Umweltschutz Asbacher Land, der Obst- und Gartenbauverein Busenberg , die Nabu-Ortsgruppe Saarlouis/Dillingen und Hans-Joachim Heinrich aus Eppelborn. Insgesamt wurden 10 000 Euro Preisgeld ausgezahlt.

In den vergangenen 30 Jahren sind rund 1600 Bewerbungen für den "Möbel Martin Naturschutzpreis" eingegangen.