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Theater
Mit Leidenschaft bei der Sache

Gute Stimmung bei den Proben: Maria Laborenz-Gemmel (von links), Kevin Palm und Hartwig Schneider. Dahinter von links: Cornelia Buhles, Ursula Sprengard, Michael Paulus, Finnja Haack und Herbert Lahaye.
Gute Stimmung bei den Proben: Maria Laborenz-Gemmel (von links), Kevin Palm und Hartwig Schneider. Dahinter von links: Cornelia Buhles, Ursula Sprengard, Michael Paulus, Finnja Haack und Herbert Lahaye. FOTO: Norbert Schwarz
Martinshöhe. Die „Bunte Bühne“ aus Martinshöhe spielt in diesem Jahr das Stück „Die Erbtante aus Afrika“. Von Norbert Schwarz

Drei Jahrzehnte hinweg stehen Jahr für Jahr die Akteure des Tanz- und Theatervereins „Bunte Bühne“ auf den Brettern, die gleich den großen Stars die Welt bedeuten. Für den 19-jährigen Kevin Palm, einen angehenden Krankenpfleger im Westpfalzklinikum, zumindest zählt ist kein Hobby so dominierend wie das des Theaterspiels. Allen gemeinsam ist, dass sie mit „Leib und Seele“ bei der Sache sind und das monatelang. Diesmal bei dem Stück: „Die Erbtante aus Afrika“.

Maria Gemmel-Laborenz sorgte sich wie immer im Vorfeld um die Auswahl des Stücks, für das es nur eine Vorbedingung gab: Die Handlung muss geeignet sein, um die Zuschauer zum Lachen zu bringen. Denn das ist das wichtigste für das Ensemble. Laborenz-Gemmel, bei der auch sonst in Sachen Laienspiel seit 30 Jahren die Fäden zusammenlaufen: „Jeder hat inzwischen so viel Erfahrung, dass jeder eine Rolle mit dem eigenen Ich ersetzen kann, was beispielsweise Hartwig Schneider blind unterschreibt und auch von Herbert Lahaye  bestätigt wird. Sie fährt fort: „Schon beim ersten Durchlesen der Rolle kommen mir die dazu passenden Bilder in den Kopf. Gestik, Mimik, das alles hat dann schon Konturen. Und sollte wirklich mal was nicht passend sein, dann gibt es innerhalb der Gruppe genügend Mitwirkende, welche den Mund auftun und ihre Meinung sagen. Wir erarbeiten oft die Situationskomik gemeinsam und freuen uns, wenn zum Schluss alles so verläuft, wie wir uns das erarbeitet haben.“ Die Textpassagen in den Kopf zu bekommen, das bereitet Herbert Lahaye überhaupt keine Probleme. Ehefrau Birgit hört ihn später einmal ab, das auswendiglernen selbst vollzieht sich in einem Raum, für den in dieser Zeit nur der Laienspieler Lahaye Zutritterlaubnis besitzt. Ganz anders ist das bei Finnja Haack, gleichfalls eine der Jüngeren im Ensemble. Die 20-Jährige durchläuft ebenso wie Kevin Palm   eine Ausbildung beim Westpfalzklinikum, die sie nach dem erfolgreichen Ablegen des Abiturs am Hofenfels-Gymnasium in Zweibrücken startete. Ihre Rollentexte würden ihr einfach so in den Kopf gehen und auf die entsprechende Frage, ob das auch mit dem Lernstoff in der Schule so gegangen sei, bedauert dies Finnja Haack, weil das eben nicht mit dem Stoff zu vergleichen sei, der in der Schule gelernt werden musste.

Eines ist sicher, viel zu lachen wird es bei den Ausführungen der Martinshöher Bühnenakteure geben, das lässt sich schon nach den Proben sagen. Maria Gemmel-Laborenz: „Es werden wieder viele Lach- und Freudentränen fließen, daran gibt es überhaupt keine Zweifel.“



Zum Inhalt des Stücks: Bei Kurt Blaumann hat sich überraschenderweise die Erbtante aus Afrika angesagt. Die Verlegenheit bei Kurt ist grenzenlos, denn in der Vergangenheit hat dieser die im entfernten Kontinent lebende Tante mehr als einmal finanziell „angezapft“. Mal für diverse Operationen, mal für anderes. Denn der kluge Umgang mit Geld ist Kurt nicht gegeben. Dafür eher das Ausgeben. Also sind neue Einfälle gefragt, zumal Kurt wieder dringend 100 000 Euro von der Tante braucht. Doch die will diese Summe nur dann zahlen, wenn ein Enkel auf die Welt kommt. Das alles kann Kurt mit Ehefrau Ulla und Tochter Gabi hinbiegen, wenngleich Kurt der Tante Laura sogar den mittellosen Witwer in der Vergangenheit vorschwindelte. Bei der Geburt des Enkelkindes jetzt aber will die Tante gar einen Häuptlingssohn aus Afrika mitbringen. Genügend Verwirrungen und Verstrickungen also, um das Tohuwabohu auf der Bühne komplett zu machen.

Premiere ist am Samstag, 18. November, um 20 Uhr. Zwei weitere Darbietungen am Freitag 24., und tags darauf am Samstag, 25. November folgen. Am gestrigen Freitag gab es die Generalprobe. 

Karten für sieben Euro gibt es bei den bekannten Vorverkaufsstellen, der Bäckerei Sprengard und bei Voolmis Shop. Restkarten wird es zum Preis von acht Euro noch an den Abendkassen geben.