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Missbrauchsprozess ausgesetzt: Mutmaßliches Opfer schwanger

Koblenz. Ein Prozess gegen einen 65-Jährigen, der seine Tochter mehrere hundert Mal vergewaltigt haben soll, ist kurz nach dem Auftakt vor dem Landgericht Koblenz ausgesetzt worden. Grund dafür sei die Schwangerschaft des mutmaßlichen Opfers, ohne deren Zeugenaussage nicht verhandelt werden könne, sagte der Vorsitzende Richter gestern. Agentur

Der errechnete Geburtstermin sei Mitte August, deshalb sei nach Angaben der behandelnden Ärztin das Risiko einer Frühgeburt zu hoch. Das Verfahren wird voraussichtlich im September oder Anfang Oktober mit der Verlesung der Anklage fortgesetzt.

Der Angeklagte aus dem Westerwald soll zwischen 1997 und 2010 seine Tochter mehr als 500 Mal sexuell missbraucht haben, in 313 Fällen schwer.