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Missbrauchs-Prozess mit abgeschwächtem Geständnis gestartet

Landau. In der Neuauflage eines Missbrauchsprozesses vor dem Landgericht Landau hat der Angeklagte ein früheres Geständnis abgeschwächt. Zwar habe der 72-Jährige erneut zugegeben, sich an der minderjährigen Tochter von Bekannten vergangen zu haben, sagte ein Gerichtssprecher am gestrigen Montag. dpa

Im Vergleich zu früheren Aussagen habe er aber nicht mehr erklärt, das Kind mit Belohnungen gefügig gemacht zu haben. Seiner neuen Aussage zufolge habe das Kind die Taten aus Zuneigung zugelassen. Das Urteil ist für kommenden Freitag geplant.

Laut Anklage hatte der Mann die damals Zwölfjährige von 2007 an missbraucht. Die Taten sollen sich über mehr als zwei Jahre hingezogen haben, 67 Fälle sind angeklagt. Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft hatte der Mann gelegentlich auf das Kind aufgepasst, an Wochenenden und in Schulferien übernachtete es bei ihm. Der Prozess hatte bereits im August begonnen, wurde aber für ein medizinisch-psychiatrisches Gutachten ausgesetzt (wir berichteten).