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Mehrere Revisionen gegen Kaiserslauterer Rocker-Urteil

Kaiserslautern. Das Urteil im Rocker-Prozess am Landgericht Kaiserslautern wird auf breiter Front angefochten. Bislang haben die Staatsanwaltschaft, beide Nebenklagevertreter und der Verteidiger des Kronzeugen Revision gegen die Entscheidung eingelegt, wie ein Sprecher des Landgerichts am Dienstag sagte. Nun muss der Bundesgerichtshof prüfen, ob es bei dem Verfahren Rechtsfehler gab

Kaiserslautern. Das Urteil im Rocker-Prozess am Landgericht Kaiserslautern wird auf breiter Front angefochten. Bislang haben die Staatsanwaltschaft, beide Nebenklagevertreter und der Verteidiger des Kronzeugen Revision gegen die Entscheidung eingelegt, wie ein Sprecher des Landgerichts am Dienstag sagte. Nun muss der Bundesgerichtshof prüfen, ob es bei dem Verfahren Rechtsfehler gab. Das Landgericht hatte vor einer Woche ein Mitglied und einen ehemaligen Mitläufer des Motorradclubs Hells Angels zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Das 29 Jahre alte Mitglied muss demnach siebeneinhalb Jahre ins Gefängnis. Der 43 Jahre alte Kronzeuge, der sich nach der Tat gestellt hatte, bekam vier Jahre Haft. Das Gericht verurteilte die Männer unter anderem wegen Körperverletzung mit Todesfolge beziehungsweise Beihilfe dazu. Sie waren im Juni 2009 am tödlichen Angriff auf einen Regionalchef des konkurrierenden Motorradclubs Outlaws beteiligt gewesen. Der mutmaßliche Haupttäter ist noch auf der Flucht. Staatsanwaltschaft wie auch die Nebenklage, die Tochter und Mutter des Opfers vertrat, hatten eine Verurteilung wegen gemeinschaftlichen Mordes gefordert. Der Verteidiger des Kronzeugen hatte maximal drei Jahre Haft für seinen Mandanten verlangt. dpa