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Mehr Raser beim Blitz-Marathon in Rheinland-Pfalz

Mainz. Die Polizei hat beim Blitz-Marathon in Rheinland-Pfalz mehr Raser als bei der Aktion im vergangenen Jahr erwischt. Rund 2600 von etwa 72 000 kontrollierten Fahrzeugen waren zu schnell. Das sei ein Anteil von 3,6 Prozent, berichtete Innenminister Roger Lewentz (SPD ) am Freitag in Mainz . Im September 2014 ertappten die Beamten rund 2000 Temposünder, damals wurden nur 2,8 Prozent der Fahrzeuge beanstandet. Agentur

Die Polizei richtete diesmal allerdings mehr Kontrollstellen ein.

Der größte Bleifuß war wohl ein Autofahrer, der auf der Bundesstraße B 9 südlich von Mainz Tempo 190 fuhr, obwohl nur 100 Kilometer pro Stunde erlaubt waren. Er muss mit 600 Euro Strafe, zwei Punkten und einem Fahrverbot von drei Monaten rechnen. An einer Kita in Dannenfels im Donnersbergkreis blitzten die Beamten einen Fahrer mit 66 km/h in einer Tempo-30-Zone. 18 Fahrer müssen landesweit mit einem Fahrverbot rechnen. In den Bereichen der Polizeipräsidien Rheinpfalz in Ludwigshafen und Westpfalz in Kaiserslautern gingen der Polizei mit je 3,8 Prozent prozentual die meisten Raser ins Netz. Am geringsten war der Anteil im Raum Koblenz mit 3,5 Prozent.

"Unser Ziel muss es sein, ein Bewusstsein für angemessene Geschwindigkeit im Straßenverkehr zu schaffen und ein klares Signal zu setzen, dass Rasen harte Konsequenzen nach sich zieht", erklärte der Innenminister Lewentz. Zu schnelles Fahren sei nach wie vor die Ursache Nummer eins für schwere Verkehrsunfälle, warnte Lewentz. Im vergangenen Jahr kamen im Land 175 Menschen bei Unfällen im Straßenverkehr ums Leben.