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Mauschbacher stimmen Hochwasserschutzkonzept zu

Mauschbach. Schnell einig sind sich die Mauschbacher Ratsmitglieder gestern Abend bei der Abstimmung über das Hochwasserschutzkonzept für das Hornbachtal geworden. Obwohl Mauschbach "von den Plänen nicht direkt betroffen ist", wie Bürgermeister Helmut Tiedtke erklärte, sprach sich der Rat einstimmig dafür aus

Mauschbach. Schnell einig sind sich die Mauschbacher Ratsmitglieder gestern Abend bei der Abstimmung über das Hochwasserschutzkonzept für das Hornbachtal geworden. Obwohl Mauschbach "von den Plänen nicht direkt betroffen ist", wie Bürgermeister Helmut Tiedtke erklärte, sprach sich der Rat einstimmig dafür aus. 2,4 Millionen sollen für das Projekt investiert, 90 Prozent vom Land, zehn Prozent vom Landkreis gezahlt werden. Die Maßnahmen dienen dazu, 80 000 Kubikmeter Wasser zurückzuhalten und den Pegel des Baches so um 40 Zentimeter zu senken (wir berichteten).Die Brücke hinter Dietrichingen über die Felsalb soll baulich verändert werden. Eiserne Spundteile sind zur Verengung des Brückenquerschnitts vorgesehen. Auf Höhe der Hornbacher Kläranlage muss die Radwegebrücke dem Hochwasserschutz geopfert werden. Ebenso muss der alte Bahndamm, auf dem sich der Radweg befindet, auf eine Länge von 100 Metern zurückgebaut werden. "Zu uns kommt nach den Schutzmaßnahmen noch weniger Wasser und das, das kommt, fließt noch schneller als früher ab." Ratsmitglied Kurt Weber gab allerdings zu bedenken, dass nicht allein der schnelle Wasserabschluss im Mittelpunkt stehen darf. "Wir müssen auch an die Unterlieger denken, wie beispielsweise die Althornbacher." Bernhard Krippleben erinnert an die gerade in den letzten Jahren gestiegene Flächenversiegelung, die insbesondere in Frankreich zugenommen habe. "Von dort kommen erhebliche Wassermassen und die müssten schon dort zurückgehalten werden." Ein Einwand, den auch andere Ratsmitglieder befürworteten. Deshalb ist im Rat auch nochmals darauf hingewiesen worden, dass im Tal zur Großsteinhauser Mühle geeignete Maßnahmen zu treffen wären.

Neben der Zustimmung zur Planung für den Hochwasserschutz sprachen sich die Ratsmitglieder für die Übernahme der Wirtschaftswege bei der Flurbereinigung L 700 aus. Drei bisherige Erdwege sind geschottert worden. Die Verfahrensfläche hatte eine Größe von 123 Hektar. Unterm Strich bekam die Gemeinde 94 Quadratmeter hinzu. Am Verfahren beteiligt waren die Orte Mauschbach, Hornbach und Althornbach. Die Zustimmung von Althornbach liegt bereits vor. Die von Hornbach steht noch aus. cos

Foto: pm