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Maßweiler macht sich fit für die Zukunft

 Ortsbürgermeister Herbert Semmet ist stolz auf die Gemeinschaft in Maßweiler. Fotos: Norbert Rech
Ortsbürgermeister Herbert Semmet ist stolz auf die Gemeinschaft in Maßweiler. Fotos: Norbert Rech
Einen Riesenerfolg hat Maßweiler im vergangenen Jahr mit der Teilnahme an dem Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" errungen. Im Kreis hat die Gemeinde den ersten Platz belegt. Es folgte im Gebietsentscheid der dritte Rang. Norbert Rech

"Das ermöglichte uns dann auch im Landesentscheid unser Dorf zu präsentieren", erinnert sich Semmet an die Ortsbegehungen mit den jeweiligen Kommissionen . In dieser Bewertung erhielt der Ort die Bronzemedaille.

Die Jury habe besonders die kontinuierliche Innenentwicklung sowie eine sehr gute Entwicklung des Gewerbegebietes gelobt. Im Innenbereich seien Maßnahmen zur Verbesserung der Straßenverhältnisse, Ausbau des Brunnenplatzes, Sanierung der Kindertagesstätte oder der Umbau des ehemaligen Kindergartens zur Arztpraxis erfolgreich durchgeführt worden. Auch in energetischer Hinsicht habe sich einiges getan. So sei in der Kindertagesstätte eine Solaranlage zur Heizungsunterstützung und auf dem Dach der Mehrzweckhalle eine Photovoltaikanlage installiert worden. 2012 wurde Maßweiler als Schwerpunktgemeinde im Rahmen der Dorferneuerung anerkannt. Das ermögliche insbesondere Käufern von Leerständen bei der Sanierung dieser Gebäude finanzielle Hilfen. Aktuell plant die Gemeinde die Wiederbelebung des Ortskerns rund um den Brunnenplatz, sowie die Vermietung des alten Rathauses als mobile Pflegestation mit Tagespflegeangeboten.

Die Bürger sind nach Auffassung Semmets gut in das Dorfgeschehen und in die Aktivitäten eingebunden. Als Beispiele nennt er Arbeitskreise wie Medien, Tourismus oder Landwirtschaft. Der Verein "Bürger für Bürger " sei hier besonders zu erwähnen. Die Jugend hat bereits seit 1997 einen Jugendsprecher, der sich um alle Belange dieser Gruppe kümmert und sich entsprechend im Ortsgemeinderat einbringt. Die Bürger haben sich zum Ziel gesetzt, gemeinsam Maßnahmen zur Verbesserung ihrer Zukunftsperspektiven anzugehen, unter der Devise "Wir leben und wohnen gerne in Maßweiler".

Semmet verweist darauf, dass es im Maßweiler seit diesem Jahr keinen Gemeindearbeiter in Vollzeit mehr gibt. Dieser sei durch mehrere geringfügig Beschäftigte ersetzt worden. Durch die Verlagerung der Arbeit auf mehrere Schultern sei vieles einfacher geworden.

Auch für Bauwillige gebe es in Maßweiler genügend Grundstücke , weshalb die Gemeinde auch auf die Ausweisung eines neuen Gebietes verzichtet. Doch die rund 40 Plätze seien in privater Hand. "Wir haben derzeit mehrere Anfragen von jungen Familien, die bei uns leider keinen Bauplatz finden", berichtet Semmet, der appelliert, diese Grundstücke zu verkaufen. Ziel müsse sein, junge Menschen mit Kindern im Dorf zu halten. Letztendlich diene dies auch der Erhaltung der Infrastruktur.