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Ich lebe gerne in Martinshöhe
Baugebiet soll junge Familien locken

 Auf den Brunnen des Dorfplatzes ist Ortsbürgermeister Hartwig Schneider besonders stolz.
Auf den Brunnen des Dorfplatzes ist Ortsbürgermeister Hartwig Schneider besonders stolz. FOTO: Norbert Rech
Dorfplatz soll künftig als ein Ensemble erscheinen Von Norbert Rech

Martinshöhe Mit dem Areal vor der Martinskirche soll nun die Gestaltung das Ensembles des Dorfplatzes in Martinshöhe abgeschlossen werden. Das erklärt Ortsbürgermeister Hartwig Schneider in einem Gespräch mit dem Pfälzischen Merkur. „Unter anderem wird das Pflaster erneuert“, berichtet Schneider. Vorgesehen sei zudem der Bau einer neuen Buswartehalle, die allerdings um einige Meter verlegt werden soll. Da der Dorfplatz durch die Zweibrücker Straße getrennt wird und diese am Tag mehrere tausend Fahrzeuge passieren, will die Gemeinde auf dieser Durchgangsstraße den Belag farblich veränderten. Dadurch sollen die Autofahrer auf dem Dorfplatz aufmerksam gemacht werden und dann animiert werden, langsamer zu fahren.

Eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Stundenkilometer ist bereits seit einiger Zeit eingerichtet. Diese werde durch die Fahrbahndecke dann noch untermauert.

Mit Blick auf den Dorfplatz ist Schneider sehr stolz auf den dortigen Brunnen und die von Werner Müller geschaffene Skyline. Diese sei leider zum Verdruss der Gemeinde schon einmal von Vandalen heimgesucht worden.



Ein weiteres großes Projekt in Martinshöhe ist die Schaffung eines Baugebietes am Ortsausgang in Richtung Landstuhl. Auf der dortigen rechten Seite seien 31 Bauplätze geplant – im ersten Bauabschnitt sind 22 vorgesehen. „Wir verzeichnen eine rege Nachfrage“, sagt der Ortsbürgermeister, der neue Baugrundstücke als „lebensnotwendig“ für das Dorf sieht. So habe Martinshöhe in den letzten Jahren fast 200 Einwohner verloren. Auch gelte es, die Grundschule und den Kindergarten zu sichern. Hierfür seien aber junge Familien notwenig, die sich allerdings den Traum vom Eigenheim verwirklichen wollen. Leerstände in der Ortsmitte würden von diesen allerdings nicht bevorzugt. Schneider hofft, dass die ersten Bauwilligen im neuen Areal bereits in zwei Jahren loslegen können. An dem vorgesehenen Ortseingang, der einige Meter in Richtung Landstuhl verlegt werden soll, sei außerdem noch ein Verkehrskreisel geplant. Dieser könnte dann auch vermeintliche Raser stoppen.

Mit Blick auf die Infrastruktur sieht der Ortsbürgermeister sein Dorf gut aufgestellt – auch wenn es insbesondere im Bereich des ÖPNV noch deutlich Luft nach oben gebe: „Die Anbindung an die S-Bahn in Bruchmühlbach fehlt.“ Der Bürgerbus sei eine sehr gute Einrichtung – könne aber eine regelmäßige Busanbindung zum Bahnhof nicht ersetzen. Für die Jugendlichen wolle die Kirche einen Raum zur Verfügung stellen.