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Thema im Ortsgemeinderat
22 neue Bauplätze für Martinshöhe

Ein neues Baugebiet in der Gewanne „Zu den Rennwiesen“ (links vor den Häusern) am Ortsrand von Martinshöhe soll entstehen.
Ein neues Baugebiet in der Gewanne „Zu den Rennwiesen“ (links vor den Häusern) am Ortsrand von Martinshöhe soll entstehen. FOTO: Norbert Schwarz
Martinshöhe. Schon 2020 können, wenn alles gut läuft, „Zu den Rennwiesen“ die ersten Häuser errichtet werden. Von Norbert Schwarz

Die Weichen für ein neues Baugebiet in Martinshöhe sind gestellt. Auf einer 2,8 Hektar großen Fläche wird Platz für insgesamt 22 neue Eigenheime sein. Mit dem Neubaugebiet wird zudem die Verkehrssituation am Ortseingang aus Richtung Landstuhl und der Nachbargemeinde Knopp neu gestaltet. Im Einmündungsbereich gibt es einen neuen Verkehrskreisel, welcher den Einmündungsbereich der L 466 (Richtung Knopp-Labach) in die L 465 (Richtung Zweibrücken) entschärft. Einstimmig wurde der Beschluss zum Aufstellen des Bebauungsplanes gefasst.

Vorausgesetzt, beim nunmehr eingeleiteten Bauleitverfahren verläuft alles optimal, könnte ab 2020 im neuen Baugebiet „Zu den Rennwiesen“ gebaut werden. Diese Prognose wagte am Freitagabend bei der Zusammenkunft der Ratsmitglieder im alten Rathaus der Vertreter des Bauerschließungs-Unternehmens WVE und Verantwortliche für die Bauleitplanung zum neuen Baugebiet, Stadtplaner Hans-Werner Schlunz. Ortsbürgermeister Hartwig Schneider erinnerte zum Auftakt der erneuten Diskussionsrunde daran, dass zwei Planvarianten vorlagen und sich die Ratsmitglieder im Grundsatz bereits für die Variante A ausgesprochen hätten. Positiv sei zudem die Machbarkeitsstudie verlaufen. Jetzt gelte es, keine Zeit mehr zu verlieren und das Vorhaben auf den Weg zu bringen, so Ortsbürgermeister Schneider, ehe der verantwortliche Planer Schlunz noch einmal die Eckpunkte näher beleuchtete. Denn mit der Bauleitplanung verknüpft ist die verkehrsmäßige Umgestaltung der beiden Landstraßen. Statt der Einmündungskreuzung wird es dort einen Verkehrskreisel geben, über den auch das neue Baugebiet erschlossen wird. Für den Bau des Kreisels ist die Zustimmung des Landes notwendig, weil das auch überwiegend die Kosten trägt. Vorgespräche mit dem LBM sind bereits positiv gelaufen. Wann die Maßnahme kommt, ist derzeit noch ungewiss.

Die Realisierung des Baugebietes wird das zwar beeinflussen, aber nicht gänzlich unmöglich machen. Die Ortsgemeinde muss vielmehr die Erschließung in zwei Abschnitten vornehmen. Die Zuwegung zum Baugebiet kann nämlich auch über die vorhandene innerörtliche Dorfstraße „In der Seiters“ erfolgen.



22 Baugrundstücke in unterschiedlichen Parzellengrößen könnten im ersten Schritt erschlossen werden. Kommt der Kreisel, wird es links und rechts der Zweibrücker Straße am jetzigen Ortsende in Richtung Landstuhl dann nochmals neun Baueinheiten geben. Das Regenrückhaltebecken mit einem Fassungsvermögen von 700 Kubikmetern wird bereits mit der Ersterschließung geschaffen. Voll erschlossen soll der Grundstückspreis bei 130 Euro pro Quadratmeter liegen.

Die Frage der Umlegung ist noch nicht abschließend geklärt. Stadtplaner Schlunz verwies auf die verschiedenen Möglichkeiten. Falls alle Flächen in Eigentum der Ortsgemeinde oder des Erschließungsträgers sind, kann eine Vermessung in Eigenbesitz geschehen, was ein länger dauerndes Umlegungsverfahren überflüssig machen würde. Das Planungshonorar für die WVE beträgt 55 000 (netto) und wird nach den Vorgaben der HOAI (Honorarordnung für Architekten und Ingenieure) ermittelt. Gibt es kein Baugebiet und die Bauleitplanung ist soweit abgeschlossen, muss die Ortsgemeinde 30 000 Euro an die WVE überweisen.