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Landmarkt in Martinshöhe
62 Aussteller, viel Kundschaft

Bei herrlichem Spätsommerwetter lockte der zum zweiten Mal veranstaltete Landmarkt in Martinshöhe viele Besucher von nah und fern an.
Bei herrlichem Spätsommerwetter lockte der zum zweiten Mal veranstaltete Landmarkt in Martinshöhe viele Besucher von nah und fern an. FOTO: Norbert Schwarz
Martinshöhe. In Martinshöhe ging am Wochenende zum zweiten Mal der Landmarkt über die Bühne. Von Norbert Schwarz

Letztes Jahr war Premiere, am Wochenende erlebte der Landmarkt Martinshöhe auf dem Dorfplatz in der Ortsmitte mit seinem angrenzenden Schulgelände bis hinunter zur Schulstraße seine Neuauflage und die Besucher strömten aus allen vier Himmelsrichtungen herbei. 62 Marktbeschicker hatten die Organisatoren Maria Gemmel-Laborenz und Gatte Heinz notiert und nach deren Aussage waren zum Veranstaltungsende alle durchaus zufrieden.

„Wir sind noch am Feilen, Tüfteln und Verbessern, was die Marktzukunft angeht. Das Absperren der Zweibrücker Straße bereitete uns dieses Jahr großen Kummer, vor allem Einheimische waren nicht gerade kooperativ, dafür war der Besucherzuspruch großartig und viele der Marktbeschicker beim Auseinandergehen durchweg zufrieden“, stellte Heinz Laborenz im Gespräch mit dem Pfälzischen Merkur bei seinem Veranstaltungsresümee fest. Weil die Parkseite vor der Dorfkirche, dem Pfarrheim und Rathaus gleichfalls ins Marktgeschehen mit einbezogen war, war die Zweibrücker Straße als vielbefahrene Verkehrsader gesperrt. Die Langgasse, derzeit gleichfalls Baustelle und deshalb als Umleitungsstrecke nicht nutzbar, machte eine weitere Umfahrung auch für Anrainer der Zweibrücker Straße notwendig, was wohl vielfach zur Uneinsichtigkeit führte, die vielleicht bei einem kommenden Markttreiben umgangen werden kann. „Das müssen wir nochmals überdenken“, äußerte sich auch der erst wenige Tage im Ehrenamt weilende Ortsbürgermeister Hartwig Schneider, der jedoch das Positive im Vordergrund sah und in Einstimmung mit allen Beteiligten den Veranstaltungserfolg und vor allem den großartigen Besucherzuspruch als vordergründig ansah.

Wie für einen Landmarkt typisch, gab es dessen Produkte mannigfach, reichte das Angebot von selbstgefertigter Seife bis hin zum feinen Likör, über den hausgemachten Schinken hin bis zur riesigen Auswahl an Kurzwaren, wozu Haushaltsbürsten in allen Variationen ebenso zählten wie Schnürsenkel, Seile oder Bürsten. Daneben informierten Aussteller über neue Türen oder Wintergärten, war insbesondere das Angebot für Magen und Gaumen regelrecht „formidabel“. Mit großem „Dr. Wurst-Banner“ warben die Sozialen Dienste aus Martinshöhe erfolgreich. Deren Stand unter im Schulhofbereich der Grundschule war Dreh- und Angelpunkt für viele Marktbesucher und das nicht allein wegen des verlockenden Duftes der handgemachten Dampfnudeln, der regelrechte Anziehungskraft auf viele auszuüben schien. „Das ist schon eine feine Sache insgesamt“, stellten unisono Willi Hunsicker aus Schmitshausen und der Ex-Maschinenringhelfer Willi Höh aus Biedershausen fest. Sie demonstrierten mit weiteren Mitstreitern das Getreidedreschen mit uralten Dreschflegeln, trugen Strohhüte, weiße Hemden und rotweiß-karierte Halstücher, gerade so, wie das zur damaligen Landzeit üblich gewesen ist.



Die von Maria Gemmel-Laborenz und der zwölfjährigen „Lara“ moderierte Dirndl-Modeschau fesselte am Sonntagnachmittag eine ganze Menge Zuschauer entlang des „grünen Laufstegs“, welcher leider mangels Möglichkeit ebenerdig hatte angelegt werden müssen. Biergartenatmosphäre herrschte im schattigen Mittelteil bei der Grundschule und gebührend empfing auf dem neuen Dorfplatz Drehorgelmann Herbert Göttel aus Landstuhl all jene, die von der Dorfkirche her den Rundgang über das einladende Landmarktgelände mit seinen vielen Verkaufsständen und Buden unternahmen.