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Mann mit Messer getötet: Früherer Freund vor Gericht

Mainz. Ein halbes Jahr nach einer tödlichen Messerstecherei an einer Bushaltestelle in Mainz-Lerchenberg hat der Prozess gegen den früheren Freund des Opfers begonnen. Die Staatsanwaltschaft warf ihm gestern vor dem Landgericht Mainz Mord aus niederen Beweggründen vor. Der 45-Jährige soll auf den Mann losgegangen sein, weil dieser sich in sein Leben eingemischt haben soll. Zum Tatzeitpunkt lebte der Angeklagte in Mainz . Angaben zur Sache machte er vor Gericht zunächst nicht. Er sagte lediglich, dass er zwei Mal verheiratet gewesen sei und mindestens sechs Kinder habe. Agentur

Ein halbes Jahr nach einer tödlichen Messerstecherei an einer Bushaltestelle in Mainz-Lerchenberg hat der Prozess gegen den früheren Freund des Opfers begonnen. Die Staatsanwaltschaft warf ihm gestern vor dem Landgericht Mainz Mord aus niederen Beweggründen vor. Der 45-Jährige soll auf den Mann losgegangen sein, weil dieser sich in sein Leben eingemischt haben soll. Zum Tatzeitpunkt lebte der Angeklagte in Mainz . Angaben zur Sache machte er vor Gericht zunächst nicht. Er sagte lediglich, dass er zwei Mal verheiratet gewesen sei und mindestens sechs Kinder habe.

Nach Darstellung der Anklage ereignete sich die Tat am 17. März wie folgt: Eine Bekannte kam zu der Wohnung des Angeklagten, um 1000 Euro zurückzufordern, die er für sie auf ein Konto hätte einzahlen sollen. Der Angeklagte war verärgert, dass die Frau ihn ausfindig machen konnte. Er ging nach draußen, wo er zufällig auf das spätere Opfer traf. Da er meinte, der frühere Freund habe die Bekannte hergeführt, rannte er zurück ins Haus und holte ein Faustmesser.

Das Opfer erlitt mehrere Stichverletzungen, darunter mehrere am Hals, auch in die linke Halsvene. Eine Polizistin sagte vor Gericht, bei ihrem Eintreffen habe der Angeklagte auf dem Bauch des Opfers gesessen, während er ihn am Kragen packte. Der Verletzte habe noch gelebt, sei aber bis zum Eintreffen des Krankenwagens verblutet.



Der Streit zwischen den beiden einstigen Freunden ist offenbar älter gewesen. Die erste Frau des Angeklagten sei auf Anraten des Opfers in ihre Heimat gegangen, als sie schwer erkrankte, erklärte die Staatsanwaltschaft . Zudem habe das Opfer der Frau erzählt, ihr Mann habe Kontakte zu anderen Frauen . Darüber sei der 45-Jährige verärgert gewesen - und er habe im Vorfeld gegenüber Bekannten angekündigt, er wolle den einstigen Freund töten.