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Mädchen nach Volksfest ermordet: Prozess ohne Öffentlichkeit

Kaiserslautern. Im Prozess um die Vergewaltigung und Ermordung einer 16-Jährigen hat das Landgericht Kaiserslautern die Öffentlichkeit von der Verhandlung ausgeschlossen worden. Der Vorsitzende Richter der Jugendkammer, Alexander Schwarz, begründete die Entscheidung gestern mit der "Jugendlichkeit des Opfers und des Angeklagten". Agentur

Den Antrag auf Ausschluss der Öffentlichkeit hatten zuvor Verteidigung und Nebenklage gemeinsam gestellt. Zuvor war die Anklageschrift verlesen worden.

Der 21-jährige Angeklagte soll am 13. September 2015 in Rockenhausen nach dem Besuch des Herbstfestes die Jugendliche geschlagen, vergewaltigt und ermordet haben. Der Anklage zufolge warf er die Leiche dann "unbekleidet und kopfüber in einen Kanalschacht". Die Leiche des Mädchens wurde später mit Hilfe des mutmaßlichen Täters gefunden. Der 21-Jährige hat einen Teil der Vorwürfe eingeräumt, wie die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern mitteilte. Ihm droht bei einem Schuldspruch eine lebenslange Freiheitsstrafe.

Für den Prozess sind neun weitere Verhandlungstermine angesetzt. Für die Urteilsverkündung soll die Öffentlichkeit wieder zugelassen werden.